Online-Speicher

Hewlett-Packard macht Online-Storage-Service »Upline« dicht

23. April 2008, 8:26 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Derzeit nicht verfügbar: Hewlett-Packard hat seinen Online-Backup-Dienst Upline vorläufig stillgelegt.

Ein missglücktes Debüt feierte Hewlett-Packards Online-Service »Upline«. Ganze zwei Wochen nach dem Start hat der Anbieter den Dienst für das Speichern von Daten vorläufig eingestellt.

Mit »Upline« will sich Hewlett-Packard im Markt der Online-Storage-Services etablieren. Dort sind unter anderem DellDatasafe«) sowie EMCMozy«) aktiv. Zielgruppe von HPs Dienst sind ebenso wie bei den Konkurrenzangeboten Privatanwender, Selbstständige, Mitarbeiter in Heimbüros ohne Anschluss an das zentrale Backup-System ihres Unternehmens sowie kleine Firmen.

Nach nur zwei Wochen nahm HP Upline wieder vom Netz. Die Begründung: Es habe ein technisches Problem gegeben. Worum es sich dabei handelt, ließ HP offen. Der Service soll noch in dieser Woche wieder verfügbar sein.

Ausländer raus!

Ein Nutzer des Dienstes teilte unserer Schwesterpublikation Informationweek.com mit, er habe 7 GByte Daten auf Upline gesichert. Als er diese wieder abrufen wollte, teilte ihm das System mit, es seien keine Backup-Files vorhanden. Die Vermutung des Nutzers: Das Log-in funktionierte nicht, sodass er Zugriff auf den Online-Speicherplatz eines anderen Benutzers erhielt.

Peinlich für HP ist außerdem, dass Upline vorläufig nur für Nutzer in den USA vorgesehen war. Offenkundig konnten sich jedoch auch Interessenten aus anderen Ländern bei Upline registrieren. Nun teilte der Anbieter den ausländischen Nutzern mit, ihre Accounts würden gelöscht. Sie sollten die Daten, die sie auf Upline abgelegt hätten, abrufen und auf andere Weise sichern.

Für einen Einzel-User und Home-Offices in den USA kostet der Service rund 60 Dollar im Jahr. Ein kleines Unternehmen mit bis zu 100 Rechnerarbeitsplätzen muss rund 300 Dollar veranschlagen.


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