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Kundenmesse »Discover« in Madrid

HPE besinnt sich auf Innovationskultur

12. Dezember 2018, 10:42 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

HPE besinnt sich auf Innovationskultur
© CRN

HPE-Chef Antonio Neri: »Wir sind Hersteller innovativer Zukunftstechnologien und lassen und nicht in die Supply-Chain der Hyperscaler einspannen«.

»Schüttgut« an Hyperscaler wie Amazon, Google oder Microsoft zu liefern überlässt HPE anderen. Denn die Zukunft eines Technologieherstellers liegt in Hybrid-IT, Edge Computing und datengetriebenen IT-Lösungen. Dafür braucht es eine Innovationskultur, die CEO Antonio Neri bei HPE wieder in den Mittelpunkt gestellt hat.

Am Kapitalmarkt wird die Zukunft gehandelt, in die immer eine gehörige Portion Börsenphantasie eingepreist wird. Wer sich diese Logik zu Eigen macht, wird feststellen: Den traditionellen Hardware- oder Chipherstellern trauen Investoren nicht zu, die technologie- und datengetriebene Zukunft anzuführen. Wie sonst ließe sich erklären, dass der Börsenwert von Hewlett Packard Enterprise oder Intel aktuell 40 Mal niedriger ist als die Marktkapitalisierung von Apple, Amazon oder Google. Jene von IBM liegt sogar um das 80-Fache niedriger. Vielleicht ist das ein Grund, warum HPE-CEO Antonio Neri Ende November vor rund 80 Journalisten in Madrid äußerst lebhaft sagte: »Wir sind Hersteller innovativer Zukunftstechnologien und lassen und nicht in die Supply-Chain der Hyperscaler einspannen«. Und das war noch freundlich formuliert.

Der Satz sagt viel über das neue, wieder gewonnene Selbstverständnis eines Konzerns, dessen Wurzeln fast 80 Jahre alt sind. Neri bekräftige eine Entscheidung aus dem Vorjahr, dass es »Blech« von HPE in den rasant wachsenden Serverfarmen von AWS, Google, Microsoft, Facebook, Apple und anderen nicht geben werde. Verdienen kann HPE mit seiner Kostenstruktur in diesem ODM-Geschäft nämlich nichts, im Gegensatz zu asiatischen Fertigern, die »Schüttgut« für die Datacenter der Hyperscaler zu so niedrigen Kosten herstellen und liefern können, dass sie sich dem Preisdiktat der Riesenabnehmer (noch) beugen können.

HPE macht dieses Spiel nicht mehr mit, und das hat nicht nur wirtschaftliche Gründe. »Wir müssen Innovationen beschleunigen, weil der Markt sie verlangt«, stellt CEO Neri klar. Warum der Technologiekonzern den Fokus nicht mehr so sehr auf dieses nicht zukunftssichernde und letztlich ruinöse Großkundengeschäft mit Commodity-Server legt, davon konnten sich Besucher kürzlich auf HPEs Kundenmesse »Discover« überzeugen. 8.000 Gäste begrüßten HPE und viele Technologiepartner in Madrid, große wie kleinere Systemhäuser und MSPs hauptsächlich aus Europa brachten ihre Kunden mit: Platinum-Partner wie Bechtle gleich über 100, Cancom - mit eigenem Stand - über 70, Concat rund 20, auch Netgo sowie viele weitere Reseller, die HPE als strategischen Hersteller im Portfolio führen.

HPE Discover 2018 in Madrid

Stargast Lewis Hamilton vom Formel 1-Rennstall Mercedes AMG Petronas berichtete bei HPE, wie datengetriebene Boliden seinen Fahrstil entscheidend beeinflussen. Bauchgefühl war gestern, sagte der jüngste je gekürte Weltmeister des Formel 1-Rennsports.
Technologie für Weltmeister in der Formel 1 liefert HPE.
(Foto: HPE)
Kein schlechter Name für einen weltweiten Channel-Chef: Paul Hunter von HPE (re) im Interview mit CRN-Chefredakteur Martin Fryba. Jäger oder Farmer ...?
(Foto: CRN)

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4. »Genau der richtige Weg«

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