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»Meilenstein für Energiewende«

Intelligente Stromzähler kommen

19. Dezember 2019, 12:54 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Intelligente Stromzähler kommen
© Christian Delbert - Fotolia.com

Mit der Zertifizierung eines weiteren Smart-Meter-Gateways für Stromzähler sieht das BSI die flächendeckende Einführung intelligenter Stromzähler auf einem sehr guten Weg.

Die Digitalisierung der Stromnetze in Deutschland ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Ein drittes der sogenannten Smart-Meter-Gateways für Stromzähler hat die Prüfungen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestanden. Der Hersteller erhielt am Donnerstag das Prüfzertifikat, wie das BSI mitteilte. Die Zertifizierung von drei dieser Kommunikationsmodule ist eine Voraussetzung für den Pflichteinbau der intelligenten Zähler. Das BSI sprach von einem »Meilenstein für die Energiewende«.

Zunächst werden Smart Meter nur für Betriebe und Haushalte mit einem Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden im Jahr zur Pflicht. Zum Vergleich: Für einen Vier-Personen-Haushalt wird ein durchschnittlicher Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden angenommen. Auch bei Solaranlagen mit mehr als 7 Kilowatt Leistung, Ladepunkten für Elektroautos, Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen muss ein Smart Meter eingebaut werden. Bevor der Pflichteinbau endgültig starten kann, muss das BSI noch eine sogenannte Markterklärung veröffentlichen. Das soll Anfang kommenden Jahres erfolgen.

Die Smart Meter sollen helfen, Stromnachfrage und Stromerzeugung besser in Einklang zu bringen. Dazu verbinden sie Stromerzeuger, Netzbetreiber und Verbraucher über das Internet miteinander. So könnte es beispielsweise variable Stromtarife geben, bei dem der Preis in nachfrageschwachen Zeiten niedriger als zu Verbrauchsspitzen ist. Das BSI hat geprüft, ob die Geräte die festgelegten Anforderungen bei der Datensicherheit erfüllen.

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dpa