VMware Sovereign Cloud Initiative

Ionos im Club der vertrauenswürdigen Cloud-Service-Anbieter

30. Juni 2022, 10:34 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
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Erstmals hat VM einen deutschen Cloud-Anbieter in seine „Sovereign Cloud Initiative“ aufgenommen. Für Ionos ist entscheidend, dass Kunden in der EU die volle Souveränität über eigenen Daten behalten. Zugriffe etwa von US-Behörden seien ausgeschlossen. Es gibt noch weitere Gründe für die Partner.

US-Konzernen wie etwa VMware ist es klar, dass man mit vielen Kunden und Behörden in der EU nicht ins Geschäft mit Cloud-Infrastrukturen kommen kann, wenn man dem Cloud Act der USA nichts entgegenzusetzen hat. Anwender in der EU und die EU selbst pochen auf volle nationale Datensouveränität und Integrität. Daher hat der US-Virtualisierungsspezialist VMware die Sovereign Cloud Initiative gegründet. Ionos gehört nun als 17 Mitglied zu diesem Netzwerk der Cloud-Anbieter und bereichert als erstes deutsches IT-Unternehmen die Liste der Partner. Zur Sovereign Cloud Initiative gehören unter anderem UK Cloud, OVH und Telefonica.

Alle eint das Ziel, das Alexander Vierschrodt, Head of Product Management Server & Cloud, für Ionos ausgibt. „Für die erfolgreiche Digitalisierung ist es essentiell, die volle Souveränität über die eigenen Daten zu behalten“. Datensicherheit und Datenschutz spielten „eine zentrale Rolle bei Ionos“. Umso mehr freuen wir uns mit IONOS nun auch einen Sovereign Cloud Partner in Deutschland zu haben“. Marco Pfuhl, Director Cloud Provider Business CEMEA bei VMware, hat nun auch in Deutschland einen Ansprech- und freilich auch einen Projektpartner. Beide Manager setzen ein Zeichen in Richtung ihrer Partner im Channel und deren Kundschaft: „Da insbesondere im Mittelstand hybride IT-Infrastrukturen wachsen, wird so ein nahtloses Zusammenwirken unterschiedlicher Cloud-Modelle sowie eine einfache Migration von Workloads gewährleistet“.

Technologische Zusammenarbeit
Letzteres bedeutet, dass die Sovereign Cloud Initiative mehr ist als nur ein rechtliches Konstrukt, um sich gegen die weltumspannenden Begehrlichkeiten von US-Behörden zur  Wehr zu setzen. Es geht auch um technologische Aspekte wie Interoperabilität sowie darum, wie sich moderne Rechenzentrumsbetreiber bei der stetig wachsenden Zahl ihrer Datacenter strategisch aufstellen wollen. Nämlich möglichst eine Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern zu erreichen sowie ihre Lieferketten stabil zu halten.

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