Speichersysteme: iSCSI

iSCSI-Switches von Sanrad machen Storage erschwinglich

5. Dezember 2007, 8:33 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Der Kleinste von Sanrad: der V-Switch 2000.

Der Storage-Spezialist N-Tec hat die iSCSI-Speichersysteme der Reihe »V-Switch« von Sanrad in sein Programm aufgenommen.

Struktur eines Netzes mit V-Switches
Struktur eines Netzes mit V-Switches

Die Geräte der Reihe V-Switch (Virtualisierungs-Switch) von Sanrad bieten Funktionen wie Virtualisierung, Mirroring und das Erstellen von Snapshots. Nach Angaben von N-Tec lassen sich die Switches zusammen mit so gut wie allen Speichersystemen und Virtualisierungslösungen einsetzen, darunter Vmware Infrastructure 3.

Sanrad spricht vor allem kleine und mittelständische Firmen an, die eine preisgünstige Storage-Lösung suchen, sprich eine ohne teure Fibre-Channel-Anbindung der Server. Eine redundante iSCSI-Infrastruktur ist laut N-Tec um bis zu 50 Prozent preiswerter als ein Pendant auf Basis von Fibre Channel.

Ein V-Switch besitzt zwei oder drei iSCSI-Gigabit-Ethernet-Ports zur Serverseite hin sowie zwischen zwei und acht Fibre-Channel-Schnittstellen. An diese werden die Storage-Systeme »gehängt«.

Routing und Virtualisierung in Hardware gegossen

Als bisher einziger Hersteller in dieser Leistungsklasse hat Sanrad nach eigenen Angaben seine Storage-Services in Hardware implementiert. Die Konfiguration zusätzlicher Server für den Betrieb einer Storage-Management-Software, wie bei den Virtualisierungs-Appliances von Falconstor, Datacore und anderen, ist laut Sanrad nicht erforderlich.

»Es ist ein großer Vorteil, dass die Intelligenz des Storage-Managements vollständig auf den Switch übergeht. Das erleichtert die Administration«, erläutert Sven Meyerhofer, Geschäftsführer der N-Tec GmbH.

Der Storage-Pool kann sich aus beliebigen RAID-Systemen zusammensetzen. Das erleichtert das Aufrüsten, speziell dann, wenn ältere Systeme im Einsatz sind.

Virtualisierung und Snapshots inklusive

Die V-Switches erlauben Virtualisierung, synchrones Spiegeln zwischen beliebigen Speichersystemen sowie Snapshots. Hochverfügbarkeit lässt sich mithilfe von Clustering sicherstellen. Zusätzlich ist das Replizieren von Datenbeständen möglich.

Mit der Virtualisierungsfunktion werden alle physikalischen Storage-Ressourcen in einem Pool zusammengefasst und in logische Volumes aufgeteilt. Dabei bietet Sanrad die Option, diese Volumes aus Stripe-Sets zusammenzusetzen. Diese lassen sich nach Bedarf bestimmten Anwendungen oder Nutzergruppen zuteilen.

Ohne Aufpreis ist die Snapshot-Funktion zu haben. Durch den mitgelieferten Microsoft »VSS Hardware Provider« lassen sich Backups automatisieren und im laufenden Betrieb durchführen.

Schutz vor Komplettausfall von Systemen

Eine Besonderheit des Sanrad-Switches ist eine IP-Replikation, genannt »Global Disaster Recovery«. Sie lässt sich mithilfe von Regeln (Policies) steuern.

Zwei Standorte werden über eine IP-Verbindung miteinander gekoppelt. Die vom ersten V-Switch mittels Snapshot erstellten Daten werden zum zweiten V-Switch übertragen (repliziert). Dadurch kann nach einem Komplettausfall von Storage-Systemen im Ausweichstandort auf den letzten übertragenen Datenbestand zugegriffen werden.

Die Switches V2000, V3400 und V3800 sind ab sofort über N-TEC erhältlich. Die Preise beginnen bei rund 9900 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) für die kleinste Version der Storage-Management-Lösung. Lizenzkosten fallen nicht an.

Technische Details zu den Sanrad-Systemen sind auf dieser Web-Seite von N-Tec zu finden.


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