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Business Unit Cognizant Mobility

IT-Riese setzt auf vernetzte Fahrzeuge

08. September 2021, 16:42 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

IT-Riese setzt auf vernetzte Fahrzeuge
© Rolf Werner/Linkedin

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am Dienstag die IAA eröffnete, „kam an unserem Stand vorbei", postet Cognizant DACH-CEO Rolf Werner auf Linkedin.

Cognizants DACH-Chef Rolf Werner ist auf der IAA in München bereits unter dem neuen Namen der Business Unit unterwegs. Mit 800 Experten der zugekauften ESG Mobility baut IT-Schwergewicht Cognizant mit an der Zukunft des Verkehrs – und das nicht erst seit gestern.

Auf der IAA Mobility 2021 in München hat US-Dienstleitster Cognizant die Umfirmierung seiner Business Unit bekannt gegeben. Aus der im März übernommenen Münchner ESG Mobility, Software-Spezialist für vernetzte und autonom steuernde Fahrzeuge, wird Cognizant Mobility. Eigentlich ist Ex-Fujitsu-Europachef Rolf Werner CEO von Cognizant DACH. Aber auf der IAA ist er, dem Thema der Messe geschuldet, als Aussteller bereits unter Cognizant Mobility in den Münchner Messehallen und im Freigelände unterwegs.

800 Spezialisten bei Cognizant Mobility forschen und entwickeln mit an autonom fahrenden und vernetzten Fahrzeugen. Software, Konnektivität, Bordelektronik, Datenanalyse und Cybersecurity samt Systemintegration und Testing: Es gibt viel zu tun, bis die Verkehrsrevolution umgesetzt ist. Ohnehin wird es mehr eine Evolution in kleineren Schritten sein, bis autonome Fahrzeuge sich in einer vernetzten Straßeninfrastruktur und Smart Cities bewegen können. Werner wird dafür sorgen, dass die neue BU von den weltweit 290.000 technischen Experten unter dem Cognizant-Dach unterstützt wird. Wer von wem lernt, ist noch die Fage. Cognizant Mobility, respektive ESG Mobility, ist schließlich seit 30 Jahren Dienstleister der Automobilbranche.

„Unternehmen laufen Gefahr, sich in einer Komplexitätsfalle zu verstricken. Auch wenn sie das Gefühl haben bei diesem Thema festgefahren zu sein, es ist noch nicht zu spät auszusteigen“, beobachtet Werner das Bemühen vor allem deutscher Autobauer Schritt zu halten mit Tesla – was immer besser gelingt.

Global aufgestellt
Werner wirbt  in eigener Sache, umzusteigen und auf Partner zu setzen statt alles selber entwickeln zu wollen. „Frühzeitiges, intelligentes Testen gepaart mit effizienter Testautomatisierung ermöglicht es, wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln“, sagt der Manager.

Aber nicht nur deutsche Autobauer haben die Münchner im Visier. Cognizant Mobility ist global präsent: neben Deutschland und Rumänien auch in den USA und China. „Die Automobilindustrie befindet sich in einem grundlegenden Wandel und konzentriert sich auf neue Mobilitätskonzepte, die stark auf Software, Konnektivität und künstliche Intelligenz setzen“, so Jörg Ohlsen, Geschäftsführer von Cognizant Mobility. Ziel: Der Industrie Komplettlösungen in einem größeren Maßstab anzubieten.

Rolf, in IT beschlagen und für IT und Innovation brennend (auch wenn sie unter die Haut gehen), mag im Detail mit autonomen Fahren noch nicht in der Tiefe befasst sein. Da hat der CEO etwas gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am Dienstag die IAA eröffnete und „an unserem Stand vorbei kam“, postet Werner auf Linkedin.

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