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5G-Ausbau von 1&1 gefährdet

Konflikt zwischen United Internet und Telefónica spitzt sich zu

21. September 2020, 11:30 Uhr   |  Bernd Zeberl, dpa-AFX | Kommentar(e)

Konflikt zwischen United Internet und Telefónica spitzt sich zu
© Telefonica

Die United Internet-Tochter 1&1 Drillisch und Telefónica können sich nicht über die Preise für die Bereitstellung von Mobilfunkkapazitäten einigen. Im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern verfügt 1&1 noch nicht über ein eigenes Mobilfunknetz und mietet diese von Telefónica.

Der Streit über die Kosten zur Nutzung des Mobilfunknetzes von Telefónica Deutschland (O2) durch den Konkurrenten 1&1 Drillisch verschärft sich. 1&1 und dessen Mutterkonzern United Internet werfen der Tochter des spanischen Konzerns Telefónica vor, die Kosten für die Nutzung des Mobilfunknetzes bereits ab Juli vor Abschluss der laufenden Verhandlungen erheblich erhöht zu haben. Telefóncia Deutschland weist den Vorwurf zurück und sieht die Preiserhöhung durch Verträge und Vereinbarungen gedeckt.

Da 1&1 und United Internet offenbar nicht damit gerechnet haben, mussten beide Unternehmen am Samstag die Prognose für das operative Ergebnis im laufenden Jahr senken. Sie sehen zudem die Gefahr weiterer Gewinnrückgänge in den kommenden Jahren.

Telefónica und 1&1 Drillisch streiten bereits seit längerem über die Preise für die Bereitstellung von Mobilfunkkapazitäten. Diese muss Telefónica Deutschland unter anderem als eine Auflage der Fusion mit E-Plus bereitstellen.

»1&1 Drillisch hält die von Telefónica ab 1. Juli 2020 geforderten Vorleistungspreise für nicht in Übereinstimmung mit den Selbstverpflichtungen von Telefónica unter der Freigabeentscheidung der EU-Kommission zum Zusammenschluss mit E-Plus«, hieß es. Zudem liegen die Preise nach Darstellung von United Internet nicht im Rahmen des bisher bestehenden sogenannten MBA MVNO-Vertrags (Mobile Bitstream Access - Mobile Virtual Network Operator) mit Telefónica.

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2. »Beim Ausbau ist Kooperation gefragt«

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