Ein Team für PCs und Datacenter-Lösungen

Lenovo führt Channel-Struktur zusammen

12. Oktober 2021, 15:05 Uhr | Stefan Adelmann | Kommentar(e)
Mirco Krebs, Lenovo
Mirco Krebs, Vice President und General Manager von Lenovo DACH
© Lenovo

Nach weitreichenden Anpassungen der weltweiten Vertriebsorganisation im vergangenen April passt Lenovo nun auch das Channel-Modell an. Davon könnte vor allem das Datacenter-Geschäft profitieren.

Lenovo führt eine einheitliche Channel-Struktur ein. Zum 1. Oktober 2021 wurden die hiesigen Channel-Organisationen der beiden Bereiche PCs sowie Datacenter zusammengeführt. Damit folgt Lenovo wiederum dem Beispiel anderer interner Vertriebssparten wie beispielsweise den Global Accounts, in denen die beiden Themen schon seit jeher eng verknüpft sind. Geleitet wird das bereichsübergreifende Channel-Geschäft künftig von Oliver Rootsey als Director Channel & SMB Sales. Bisher betreute er das Partnergeschäft in Deutschland und Österreich für das PC- und Smart Devices-Portfolio, Anfang Oktober übernahm er dann auch die Verantwortung für den indirekten Vertrieb der Datacenter-Sparte.

Man reagiere mit dieser Vereinheitlichung auf die Entwicklung auf Seiten der Kunden, verstärkt verschiedenste Lenovo-Produkte einzusetzen, nicht mehr nur Lösungen aus einem Bereich, wie Mirco Krebs, Vice President und General Manager von Lenovo DACH, erklärt. „Das heißt aber nicht, dass wir in Zukunft Generalisten haben, die das gesamte Lenovo-Portfolio verantworten. Das geht nicht mehr.“ Immerhin biete man heute Produkte von kleinsten IoT-Devices bis hin zu riesiger Server-Infrastruktur an. „Das kriegen Sie nicht mehr aus einer Hand hin“, so Krebs. Innerhalb des übergreifenden Teams solle es daher weiterhin Spezialisten für die verschiedenen Themen geben, sowohl mit technologischen Schwerpunkten, aber auch gezielte Ansprechpartner für Value- und Volume-Geschäft in der Distribution.

Team wird weiter ausgebaut
Im Gespräch mit ICT CHANNEL betont Krebs darüber hinaus, dass es bei der jetzigen Anpassung der Struktur nicht darum gehe, Ressourcen einzusparen. Im Gegenteil. Lenovo will sich klar zum Channel committen, das Team nochmals deutlich ausbauen und vor allem die Synergien der verschiedenen Produktbereiche bestmöglich erschließen. So ist das Partnergeschäft in der PC-Sparte aktuell wesentlich größer als das im Datacenter-Umfeld, der Marktanteil beträgt etwa das Dreifache. Ohne Frage gebe es also noch viele Potenziale auszuschöpfen – „gerade auch auf der Datacenter-Seite“, so Krebs.

Künftig will Lenovo bestehende Partner aus dem PC-Geschäft daher verstärkt auch für die komplexeren IT-Infrastrukturthemen gewinnen, sich im Channel gezielt als „Vollsortimenter“ positionieren und somit vor allem auch dem US-amerikanischen Wettbewerb weiter Marktanteile abnehmen. Die Zusammenführung der Teams soll dafür die strukturelle Basis bilden. Immerhin könnten Partner somit das gesamte Portfolio anbieten, anstatt nur einzelne Angebote einer Business Group, so der neue Channel-Verantwortliche Oliver Rootsey.

Die Vereinheitlichung der Channel-Teams folgt auf Lenovos „3S“-Umstrukturierung. Im vergangenen April hatte der Hersteller seine globale Vertriebsorganisation umgebaut und in drei Business Groups gegliedert. Die Intelligent Devices Group (IDG), unter die PCs, Smart Devices und Mobiltelefone fallen, die Infrastructure Solutions Group (ISG), bestehend aus Servern, Speicher und Software, sowie die Solutions & Services Group (SSG), zu der Lösungen, Dienstleistungen und der Verticals-Bereich zählen. Die Vereinheitlichung des Channel-Teams soll diesem „kundenorientieren“ Ansatz ebenfalls Rechnung tragen und ihn im Partnergeschäft abbilden.

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