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Rechtsanspruch auf Heimarbeit

Mindestens 24 Tage Homeoffice pro Jahr

05. Oktober 2020, 08:35 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Heimarbeiter sind seltener krank

Für Arbeitgeber sei es damit aber nicht mehr möglich, mobiles Arbeiten aus Prinzip abzulehnen. Darüber hinaus schreibe das Gesetz vor, dass die Arbeitszeit im Homeoffice digital dokumentiert werden müsse. »Auch im Homeoffice muss irgendwann Feierabend sein«, sagte Heil. Zudem müsse die gesetzliche Unfallversicherung weiter greifen: »Die gesetzliche Unfallversicherung umfasst den Weg zur Arbeit. Auch beim mobilen Arbeiten soll zum Beispiel der Weg zur Kita oder Schule und von dorthin zurück ins Homeoffice versichert sein«, sagte Heil.

Das Bundesarbeitsministerium hat der »BamS« zufolge eine Studie zum Homeoffice in der Corona-Pandemie in Auftrag gegeben. Demnach haben in den Monaten Juli und August 36 Prozent der abhängig Beschäftigten im Homeoffice gearbeitet - das entspricht einer Gesamtzahl von rund 14,6 Millionen Arbeitnehmern. Im Vorjahreszeitraum lag der Anteil bei 24 Prozent. 87 Prozent derjenigen, die während der Pandemie zu Hause gearbeitet haben, seien »sehr zufrieden« oder »zufrieden« gewesen.

Die Zunahme bei der Homeoffice-Nutzung hat nach Einschätzung der AOK mit dazu beigetragen, dass sich während der Pandemie deutlich weniger Arbeitnehmer krank gemeldet haben. Dadurch sinke das Ansteckungsrisiko auf dem Arbeitsweg und im Büro. Und bereits vor der Pandemie sei die Tendenz erkennbar gewesen, »dass Beschäftigte im Homeoffice generell weniger Fehltage aufweisen«, sagte der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch. Er warnte aber, dass Heimarbeit die Tendenz fördere, trotz Erkrankung zu arbeiten. »Wer krank ist, sollte in jedem Fall beruflich pausieren. Halbkrank gibt es nicht.«

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1. Mindestens 24 Tage Homeoffice pro Jahr
2. Arbeitgeber wollen kein verbrieftes Recht auf Home Office
3. Heimarbeiter sind seltener krank

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