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Systemhäuser im Cloud-Business

Multi-Cloud nicht ohne den Channel

18. Juni 2020, 10:30 Uhr   |  Stefan Adelmann | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Beschleunigter Cloud-Umstieg

Stefan Bichler, Tech Data
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Stefan Bichler, Business Unit Director Software & Cloud, Tech Data

Die US-Konzerne haben einen deutlichen technologischen Vorsprung, stecken jedes Jahr Milliarden in die Entwicklung ihrer Plattformen und gehören nicht zuletzt zu den größten Profiteuren der aktuellen Krise. Denn in den letzten Monaten haben viele Unternehmen den Wert und die Notwendigkeit einer digitalen und flexiblen IT-Infrastruktur erkannt. Sie wollen jetzt zusehends in deren Modernisierung investieren und könnten die Kundenzahlen vor allem bei AWS, Microsoft und Google abermals in die Höhe schnellen lassen. Laut einer Umfrage des Open-Source-Datenbank-Anbieters MariaDB unter 559 IT- und Entwicklungsverantwortlichen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und Deutschland wollen 40 Prozent der Unternehmen ihren Umstieg in die Cloud im Zuge der Krise beschleunigen – in Deutschland sind es gar 55 Prozent.

Für den Systemhaus-Markt sind das auf den ersten Blick nicht nur erfreuliche Nachrichten. Denn während der allgemeine Digitalisierungstrend eigentlich das Geschäft ankurbeln sollte, geht das Public-Cloud-Geschäft oftmals noch am Channel vorbei, für den hingegen die lokal betriebene Infrastruktur noch einen großen Teil des Kerngeschäfts ausmacht. Aber genau dieser Bereich ist weiter rückläufig. Die Marktforscher von IDC prognostizieren, dass die klassische Infrastruktur bis 2023 nur noch 41,8 Prozent der weltweiten IT-Ausgaben ausmachen soll. Henning Meyer, Geschäftsführer des mittlerweile zu Infinigate gehörenden VADs Acmeo, bewertet aber selbst diesen rückläufigen Anteil als weiterhin zu groß, gar als ausbremsenden Faktor für den Erfolg des Channels im Cloud-Business. »Die Geschäfte mit Server, Storage und Co. laufen immer noch so gut, dass es keine große wirtschaftliche Notwendigkeit gibt, umzustellen. Kunden sind gewohnt, Server und Storage einzukaufen, also sind sich beide Seiten einig«, so Meyer gegenüber CRN. Er betont aber die Unumgänglichkeit, das eigene Geschäftsmodell für die Zukunft auszurichten und technische Kompetenzen im Cloud-Geschäft aufzubauen. »Nicht nur als Alibi à la ›Ja, wir haben zwei Leute zertifiziert‹«.

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1. Multi-Cloud nicht ohne den Channel
2. Beschleunigter Cloud-Umstieg
3. Kein Single-Vendor-Prinzip
4. Managed Cloud Provider
5. Multi-Cloud wird zum Mainstream

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