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Netzwerksicherheit

Remote-Arbeit sorgt für neue Herausforderungen

01. September 2020, 10:23 Uhr   |  Natalie Lauer | Kommentar(e)

Remote-Arbeit sorgt für neue Herausforderungen
© vege - Fotolia.com

Plötzliche Verschiebungen der Prioritäten, mangelhafte Netzwerksichtbarkeit und Zeitmangel werden in einer aktuellen Netzwerkstudie von Juniper Networks als Schlüsselthemen für Sicherheitsexperten genannt, die sich neuen Herausforderungen stellen müssen.

Ein internationales von Vanson Bourne Ltd. im Auftrag von Juniper Networks durchgeführtes Marktforschungsprojekt offenbart, dass traditionelle Ansätze zum Schutz des Netzwerks die Herausforderungen angesichts von Budgetbeschränkungen und remote arbeitenden Mitarbeiten verschärfen. Die Studie analysiert neben den Einstellungen und Perspektiven auch die Bedenken von 1.000 leitenden IT-Netzwerk- und Sicherheitsexperten aus unterschiedlichen Branchen weltweit. Die hieraus hervorgehenden Daten zeichnen ein klares Bild: Netzwerksicherheit stellt eine allgegenwärtige und wachsende Herausforderung für IT-Teams dar – insbesondere in Bezug auf die aktuell hohe Anzahl an Remote-Mitarbeitern. Ihre Aufgabe wird durch Probleme hinsichtlich der Netzwerkleistung und die Unfähigkeit, das gesamte Netzwerk aufzurüsten, erschwert. Außerdem bremst die tägliche Routine der grundlegenden Netzwerkwartung die Entwicklung von Innovationen aus. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass einige Unternehmen die Sicherheit als Verschwendung von Ressourcen und nicht als Geschäftsvorteil betrachten.

Ganze 97 Prozent der Teilnehmer sehen sich bei der effektiven Absicherung des Unternehmensnetzwerks mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Bereits existierende IT-Aufgaben wurden aufgrund der plötzlichen Zunahme der Remote-Arbeit sowie der gleichzeitig wachsenden Cyberbedrohungen komplexer. IT- und Sicherheitsexperten sehen sich regelmäßig dazu gezwungen, die notwendigen geschäftlichen Anforderungen gegen die Sicherheit abzuwägen – selbst wenn sie sich darüber bewusst sind, dass die jeweiligen Veränderungen das Sicherheitsrisiko steigern und zusätzlichen Schutz erfordern.  

Insbesondere in Ausnahmesituationen, die eine Umstellung auf Home Office im großen Stil erfordern, stellt das Netzwerk das Herzstück einer Organisation dar, die sich inmitten des digitalen Wandels befindet. Um durchgehend handlungsfähig zu bleiben, ist eine vollständige Integration der Security in das Netzwerk erforderlich. Abgekoppelte Overlays sind nutzlos. 86 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass in ihrem Unternehmen Verbesserungsbedarf in Sachen Zuverlässigkeit und Leistung des Netzes verbessern herrsche.  Außerdem ergaben die Befragungen, dass IT-Teams 47 Prozent ihrer Arbeitszeit mit der Aufrechterhaltung des Betriebs beschäftigt sind. Für Innovationen bleibt damit kaum Zeit. 

87 Prozent der Befragten sind auf der Suche nach einer Sicherheitslösung, die eine bessere Übersicht über die vorhandenen Anwendungen bietet, Fehlalarme reduziert und die Reaktionszeiten verbessert. Dem liegt die Tatsache zugrunde, dass den IT-/Sicherheitsteams Zeit fehlt, um jeden Fehlalarm nachzugehen. Das sorgt nicht nur für Frust, sondern begünstigt auch kostspielige menschliche Fehler. In der Folge lässt sich tatsächlichen Bedrohungen nicht rechtzeitig entgegenwirken.  Um ein besseres Verständnis für das Geschehen zu entwickeln, wünschen sich Teamleiter Echtzeit-Einsicht in die Daten und das Unternehmensnetzwerk. Dazu versuchen sie, die Anforderungen an die Einhaltung von Vorschriften und den effektiven Umgang mit Sicherheitsrisiken in Einklang zu bringen. Allrdings empfiehlt sich ein umfassender »Rip-and-Replace«-Ansatz zur Einführung von integrierter Security nicht, da er weder praktikabel noch attraktiv ist. 

In 63 Prozent der Unternehmen wird IT-Sicherheit als Kostenstelle und nicht als Asset betrachtet. 97 Prozent der Befragten mussten in den vergangenen zwölf Monaten in die Eindämmung von Sicherheitsverletzungen durchschnittlich 276.000 US-Dollar investieren. Dies zeigt, dass sich Unternehmen noch nicht über die Anfälligkeit ihrer Netzwerke für Angriffe bewusst sind. Ebenso können sie offenbar nicht nachvollziehen, dass Investitionen in intelligente Sicherheit sowohl für das Endergebnis als auch für die proaktive Nutzung realer Geschäftsvorteile dringend notwendig sind.  

Die Tatsache, dass 95 Prozent der Befragten bei der Verfolgung ihrer Sicherheitsziele mit mehreren Anbietern zusammenarbeiten zeugt von einem pragmatischen Handeln der IT- und Sicherheitsexperten hinsichtlich des Versuchs, allen widersprüchlichen Herausforderungen Rechnung zu tragen. Dazu gehören entsprechende Vorschriften, Kosten, Präferenzen sowie Anforderungen der Abteilungen.

Samantha Madrid, VP of Security Business & Strategy, Juniper Networks kommentiert die Ergebnisse der Studie wie folgt: »Es gibt eine klare Meinung unter leitenden IT- und Sicherheitsexperten, die in dieser Umfrage mit überwältigender Mehrheit bestätigt wird: Netzwerksicherheit ist enorm wichtig und ein Versagen stellt zunehmend ein erhebliches Risiko für Unternehmen dar. Für mich ist die überzeugendste Aussage, dass 99 Prozent der Aussage zustimmen, dass ein Threat-Aware-Netzwerk* Vorteile für ihr Unternehmen bringt. Da immer mehr Arbeitnehmer remote arbeiten und die Bedrohungen immer ausgefeilter werden, sehen sich die Sicherheitsexperten mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die die Unternehmen einem noch größeren Risiko aussetzen als bisher. Unternehmen benötigen schnelle und agile Threat-Aware-Netzwerke, gepaart mit einer Connected-Security-Strategie, die eine Zusammenarbeit aller Netzwerkelemente ermöglicht, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und dort zu handeln, wo es am wichtigsten ist. Die alte Sicherheits-Denkweise wird für Unternehmen, die gegen eine neue Norm kämpfen, nicht mehr ausreichen.«

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