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Noch mehr Geld für »DigitalPakt Schule«

Schulen bekommen Millionenhilfen für IT-Administratoren

04. November 2020, 06:54 Uhr   |  Michaela Wurm | Kommentar(e)

Schulen bekommen Millionenhilfen für IT-Administratoren
© Rawpixel.com/AdobeStock

Schulen und Bildungseinrichtungen bekommem millionenschwere Unterstützung für die Digitalisierung

Der Bund stockt die Finanzhilfen zur Digitalisierung der Schulen noch einmal auf: Nachdem Schüler und Lehrer jeweils 500 Millionen Euro für Laptops bekommen, sollen weitere 500 Millionen Euro für IT-Administratoren fließen.

Die Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie machen die Versäumnisse bei der Digitalisierung wie unter einem Brennglas sichtbar. Millionen von Kindern und Jugendlichen haben keine adäquate IT-Ausstattung für den Online-Unterricht zu Hause. Noch deutlicher zeigt sich das Versagen bei der Digitalisierung der Schulen und Bildungseinrichtungen. Hier hinkt Deutschland auch im europäischen Vergleich weit hinterher.

Mit dem »DigitalPakt Schule« hat das Bildungministerium im vergangenen Jahr ein milliardenschweres Hilfsprogramm aufgesetzt, um die Rückstände aufzuholen (ICT CHANNEL berichtete). In den kommenden Jahren will der Bund 5 Milliarden Euro in eine flächendeckende Infrastruktur für digitales Lernen investieren.
Im Zuge der Corona-Pandemie wurden diese Anstrengungen noch einmal ausgeweitet. So fließen allein 500 Millionen Euro für ein Sofortausstattungsprogramm, damit Schulen Laptops an Schüler ausleihen können, die zu Hause keine eigenen Endgeräte nutzen können (ICT CHANNEL berichtete). Weitere 500 Millionen Euro sollen Lehrer für die Anschaffung von Laptops bekommen. Und weil die besten Notebooks für sich allein wenig nützen, wenn sie nicht in ein Schulnetzwerk integriert, gewartet und abgesichert sind, sollen jetzt auch noch 500 Millionen Euro für IT-Administratoren fließen.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat jetzt die Bund-Länder-Vereinbarung für die Förderung von Administratoren unterzeichnet, die sich an den Schulen um die digitale Technik kümmern sollen. Mit der Unterschrift unter die zweite Zusatzvereinbarung »Administration« zum DigitalPakt Schule stehen nun die 500 Millionen Euro bereit. Anträge können bei den Ländern gestellt werden, sobald deren Förderrichtlinien veröffentlicht wurden.
Die Länder verpflichten sich ihrerseits erstmals, die digitale Fortbildung der Lehrkräfte nicht nur auszubauen, sondern dies auch zu bilanzieren und dem Bund zu berichten. Damit soll nachvollziehbar werden, welche Aufwände für die Qualifizierung der Lehrkräfte getrieben werden, damit die digitale Technik in den Schulen pädagogisch zielgerichtet eingesetzt wird.

»Durch die Corona-Pandemie mussten die für Schule Verantwortlichen schnell handeln und die Digitalisierung der Schulen beschleunigen. Besonders durch die vom Bund bereit gestellten Mittel im DigitalPakt Schule konnte gerade in den zurückliegenden Monaten die digitale Infrastruktur für digitales Lernen verbessert werden, auch wenn wir noch nicht am Ziel sind«, so Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Durch diese Maßnahmen sei gleichzeitig die Anforderung an den technischen Support vor Ort enorm gestiegen. Deshalb investiere der Bund jetzt weitere 500 Millionen Euro für die Förderung der Ausbildung und der Finanzierung von IT- Administratoren, die sich vor Ort um die Technik kümmern sollen.

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