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Speichereffizienz: Weniger ist mehr

12. Mai 2010, 10:55 Uhr   |  Ulrike Garlet | Kommentar(e)

Speichereffizienz: Weniger ist mehr

IT-Verantwortliche wollen die vorhandene Hardware besser ausnutzen, Bild: Strato

Der Speichermarkt ist im Umbruch. Während die Hardware-Umsätze stagnieren, ist das Geschäft mit Storage-Software wie auf Wachstumskurs. Auch Systemhäuser können von dem Zukunftsmarkt profitieren, müssen sich aber in Technologien wie Deduplizierung und Thin Provisioning entsprechend weiterbilden.

Die Wirtschaftskrise hat im vergangenen Jahr zwar das Umsatzwachstum in vielen Unternehmen deutlich gebremst, nicht allerdings das Datenwachstum. Trotz Rezession ist die Menge an digitalen Informationen 2009 um 62 Prozent auf 800 Milliarden Gigabyte angewachsen. Das hat eine Studie ergeben, die das das Marktforschungsinstitut IDC im Auftrag von EMC durchgeführt hat.

Von dieser Datenexplosion leben die großen Storage-Hersteller dabei bereits seit Jahren recht komfortabel, denn Unternehmenskunden sahen sich quasi gezwungen, in immer neue Speicher-Hardware zu investieren. Sinkende Budgets zwingen IT-Verantwortliche inzwischen aber zum Umdenken: Statt in neue Hardware zu investieren suchen sie nach Wegen, die vorhandenen Speicher besser auszunutzen. »Konsolidierung auf Unified Storage und Technologien wie Snapshot, Deduplizierung, Thin Provisioning und virtuelles Klonen fragen Kunden inzwischen gezielt nach. Diese Maßnahmen reduzieren den Speicherbedarf und lassen sich schnell und einfach in Euro beziffern«, hat etwa Dieter Schmitt, Channelchef des Speicherspezialisten NetApp, festgestellt.

Vor allem Deduplizierung und Thin Provisioning finden gerade ihren Weg in die Rechenzentren der Kunden. Insbesondere Deduplizierung weist eine enorme Wachstumskurve auf. Die Technologie beseitigt redundante Daten und speichert nur diejenigen Informationen, die auf dem Speichermedium noch nicht existieren. »Die Kunden sind am Thema Deduplizierung sehr interessiert«, weiß etwa Hans Schramm, Field Product Manager Storage bei Dell. »Die Bereitschaft es in der Praxis einzusetzen, ist allerdings noch etwas verhalten«, schränkt er jedoch ein. Auch in der Thin Provisioning-Technologie sehen Marktexperten hohes Zukunftspotential. »Thin Provisioning könnte mittelfristig noch mehr Potential haben als Deduplizierung«, sagt allerdings Wolfgang Schwab, Senior Advisor für Efficient Infrastructure bei der Experton Group. Thin Provisioning, zu deutsch schlanke Speicherzuweisung, weist den Anwendern mehr Speicherkapazität zu, als im Speichersystem tatsächlich vorgehalten wird. Sobald die vom Server genutzte Kapazität einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, wird aus einem vorhandenen Speicherpool freie Kapazität zusätzlich für den Abnehmer bereitgestellt.

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1. Speichereffizienz: Weniger ist mehr
2. Schwierige Zeiten für Hardware-Hersteller
3. Storage-Software wird wichtiger
4. CRN-Interview

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