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Wachstum dank Datenflut, Flash und Cloud

Storage-Markt auf der Erfolgswelle

29. Mai 2019, 07:51 Uhr   |  Daniel Dubsky | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Hybride Welt

Allerdings weist All-Flash deutlich höhere Wachstumsraten auf (32 Prozent gegenüber 5,8 Prozent bei hybriden Arrays im vierten Quartal) und dürfte bald an den mit Festplatten und Flash bestückten Systemen vorbeiziehen. All-Flash sei »das große Hype-Thema«, stellt Winterfeldt fest, »denn wir haben inzwischen den Break-Even-Punkt überschritten, ab dem All-Flash-Systeme in der Gesamtkostenbetrachtung wirtschaftlicher sind als Hybrid-Systeme.«

Dennoch erfreuen sich auch diese nach wie vor großer Beliebtheit – das muss auch der Dell-EMC-Manager einräumen. »Wir haben weiterhin eine große Nachfrage nach Hybrid-Systemen, besonders wenn ›kalte‹ und ›heiße‹ Workloads in einem System untergebracht werden sollen«, sagt er. Ähnliches hat man bei Fujitsu beobachtet. Hybride Speichersysteme würden wieder eine größere Aufmerksamkeit genießen, konstatiert Roth, »vor allem dann, wenn Unternehmen strukturierte und unstrukturierte Daten in einem System konsolidieren möchten und somit eine Balance zwischen Kapazität, Geschwindigkeiten und Kosten suchen.«

Reine Disk-Systeme oder solche, in denen überwiegend Festplatten stecken, denen ein schneller SSD-Cache zur Seite gestellt wurde, kommen vor allem bei sekundären Workloads wie Archiving oder Backup zum Einsatz. »HDDs sind nicht tot«, betont denn auch Thomas Meier, Enterprise Architect and Distinguished Technologist bei HPE, da das Preis-Leistungsverhältnis »nach wie vor unschlagbar« sei. Das sieht auch Rainer Kaese, Senior Manager bei Toshiba, so und verweist zudem auf ein ganz praktisches Problem, das die Ablöse von Festplatten durch SSDs bremst: »Es stellt sich die Frage nach der Gesamtkapazität der generierten Daten und der Menge der dafür notwendigen Speichermedien. Aktuell werden noch über 90 Prozent aller Daten auf Festplatten und sogar Tapes gespeichert, der Anteil von SSDs liegt demnach bei unter 10 Prozent. Die SSD-Industrie müsste also die Produktionskapazitäten verzehnfachen, um den Festplattenmarkt zu ersetzen. Bei den Investitionskosten für Halbleiterfabriken heute und in naher Zukunft ist dieses gigantische Vorhaben aber unmöglich.«

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1. Storage-Markt auf der Erfolgswelle
2. Cloud sei Dank
3. Hybride Welt
4. Größerer Speichermix
5. Gute Aussichten

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