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Nachhaltige Gaming Cloud

Telekom und Cloud&Heat kooperieren

28. August 2020, 08:21 Uhr   |  Natalie Lauer | Kommentar(e)

Telekom und Cloud&Heat kooperieren
© Cloud&Heat/Telekom

Wassergekühlter Server von Cloud&Heat und Telekom

Game Streaming ist der große neue Trend in der Videospiele-Branche, aber zugleich ein Energiefresser. Deshalb startet die Telekom im Zuge ihres Magenta-Gaming-Projekts zusammen mit Cloud&Heat einen Piloten, um den Stromverbrauch und damit die Umweltbelastung der Gaming-Server zu reduzieren.

Game Streaming zählt in der Videospielbranche zu den großen neuen Trends. Streaming-Anbieter, wie Magenta Gaming der Telekom, machen das Spiel auf PC, Smartphone oder Smart-TV zu einem Erlebnis der Extraklasse à la High-End-Gaming-Konsole. Das Eintauchen in virtuelle Abenteuer ist damit auch ohne teure Hardware immer und überall möglich. Laut einer aktuellen Studie von ABI Research soll die Zahl der weltweiten aktiven Nutzer bis 2024 auf über 42 Millionen anwachsen, was  bei diesem Games-Segment für einen Umsatz von mehr als 3,8 Milliarden Euro sorgt.

Da die Berechnungen der Gaming-Streams nicht lokal, sondern in Hochleistungs-Rechenzentren stattfinden, steigen die Rechenleistung und der Stromverbrauch der Serveranlagen. Dabei übersteigt der Energiebedarf für diese Anwendungen den des Streamings von Filmen oder Musik um ein Vielfaches. Das massive Wachstum des Segments und die damit einhergehenden Probleme führen zu einem Umdenken der Anbieter.

Um den Stromverbrauch und damit die Umweltbelastung der Gaming-Server zu verringern, haben sich Telekom und Cloud&Heat Technologies zusammengetan. Im Team entwickelten dabei die Telekom-Tochter Power and Air Solutions und der Dresdner Experte für nachhaltige Rechenzentren die Kühl- und Gebäudeinfrastruktur eines energieeffizienten, Hochleistungs-Rechenzentrums in Bonn, das mit einer innovativen Heißwasser-Direktkühlung ausgestattet ist.

Das wassergekühlte Serverrack wurde auf Basis der leistungsfähigen Nvidia-RTX-Grafikkarten konzipiert. Während der Beta-Phase sollen Energieersparnisse von rund 30 Prozent im Vergleich zu gängigen Luftkühlungen erzielt werden. Es wartet nicht nur mit einem niedrigeren Stromverbrauch der Kühlung auf. Ebenfalls wird die Abwärme zum Beheizen von Gebäuden genutzt.

Darüber hinaus spart Cloud-Gaming mit einem wassergekühlten RTX-Server bei einer Auslastung von 160 Spielern während einer Stunde Spielzeit im Vergleich zu Gaming-PCs über 44.000 gCO₂ (etwa 70 Prozent). Die entspricht einer Fahrt mit einem durchschnittlichen PKW von Hamburg nach Nürnberg von ungefähr 570 km. Für diese nachhaltige und zukunftsweisende Lösung hat die Telekom kürzlich das Efficient Solutions Label der Solar Impulse Foundation erhalten.

 »Eines unserer Kernüberlegungen bei der Lokalisierung unserer Gaming Datencenter war neben möglichst geringen Latenzen und Entfernungen zu den Kunden auch die Verfügbarkeit von Strom und Abwärmeleistung. Mit der Technologie von Cloud&Heat versprechen wir uns damit nochmal effizienter zu werden und vor allem natürlich einen großen Beitrag zur Umwelt zu leisten«, erklärt Dominik Lauf, Program Lead MagentaGaming, Deutsche Telekom AG.

»Die Zukunft der Spielebranche liegt im Cloud-Gaming. Wir freuen uns, mit unserer Technologie einen entscheidenden Beitrag zu leisten, um die nötigen IT-Infrastrukturen nachhaltiger zu machen«, sagt Nicolas Röhrs, Geschäftsführer und Mitgründer von Cloud&Heat Technologies.

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