Datengold schützen

Unpopulär, aber dringend ­notwendig

16. Dezember 2020, 16:18 Uhr | Stefan Adelmann
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Viele Unternehmen sind beim Thema Datensicherung nachlässig. Dabei sind Datenverluste teuer, das Risiko steigt stetig. Der Handlungsbedarf vieler IT-Abteilungen schafft aber Potenziale für Systemhäuser – aber auch Verantwortung.

So viel vorweg: eine Entwarnung gibt es keine. Das Risiko, das für Unternehmen mit einem Datenverlust einhergeht, ist gewaltig – und in den vergangenen Jahren sogar weiter gestiegen. Bezifferte Dell die durchschnittlichen Kosten im Zuge von Datenverlusten 2018 noch mit 883.000 Euro, waren es ein Jahr später bereits 900.000 Euro. Verwunderlich ist diese Entwicklung kaum, immerhin steigt der Wert von Daten im Zuge der Digitalen Transformation und der zunehmenden Verbreitung datenbasierter Geschäftsmodelle stetig, Störungen können Prozesse wiederum empfindlich treffen. Wäre das nicht schon Herausforderung genug für die meisten Betriebe, die sich des Werts ihres Datengoldes in den seltensten Fällen gänzlich bewusst sind, wächst parallel dazu auch das Datenvolumen und somit die Hürden, diese Fülle hinlänglich zu schützen. Laut einer Untersuchung von Dell verwalteten Unternehmen 2019 im Durchschnitt bereits 13,5 Petabyte an Daten und damit 40 Prozent mehr als noch 2018, im Vergleich zu 2016 entspricht das gar einem Wachstum von 831 Prozent.

Immer mehr und immer wertvollere Daten – und auch das Risiko von Cyber-Angriffen steigt, nicht zuletzt im Zuge der Corona-Pandemie. Ihre Zahl hat im Laufe des Jahres deutlich zugenommen, die Security-Experten von G Data mussten laut eigenen Angaben im zweiten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2020 über 154 Prozent mehr Attacken abwehren. Einer der Haupttreiber dieser Entwicklung sei laut den Bochumern die Covid-19-Pandemie. Denn im Zuge des Wechsels vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice und »im Schatten der allgemeinen Betriebsamkeit aller IT-Abteilungen in Deutschland« hätten Cyberkriminelle ihre Aktivitäten spürbar verstärkt. Eine sich zuspitzende Bedrohungslage, die auch Nova-stor-CEO Stefan Utzinger bestätigt. »Es gibt nicht nur mehr Cyber-Angriffe, sondern auch immer mehr prominente Fälle, die durch die Presse gehen – das hat den Markt definitiv aufgerüttelt!«

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  1. Unpopulär, aber dringend ­notwendig
  2. Mehr als nur wirtschaftliche Schäden
  3. Datenmengen und IT-Komplexität wachsen

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