„Windows 11 SE“ und „Surface Laptop SE“

Microsoft wagt neuen Angriff auf Chromebooks

Microsoft Surface Laptop SE mit Windows 11 SE
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Mit der Light-Version „Windows 11 SE“ und dem günstigen „Surface Laptop SE“ startet Microsoft einen neuen Versuch, Googles Chrome OS und den zugehörigen Chromebooks Marktanteile im Education- und Einsteiger-Segment abzunehmen.

Chromebooks mit Googles Chrome OS sind einer der größten Gewinner der Verlagerung von Arbeit und vor allem Schule ins Heim, bieten sie doch eine günstige und nahezu unbeschränkt verfügbare Alternative zu klassischen Windows-Notebooks. In den letzten zwei Jahren schossen die Verkaufszahlen teilweise um fast 300 Prozent nach oben und erreichten weltweit erstmals Werte im zweistelligen Millionenbereich, womit sie nicht nur Apples Macbooks hinter sich lassen konnten. In den Zeiten der Lockdowns waren fast 20 Prozent aller verkauften Mobilrechner Chromebooks. Zwar haben auch Unternehmen die günstigen Geräte für sich entdeckt, der wichtigste Markt bleibt aber der Bildungsbereich, insbesondere in den USA. Diesen grandiosen Erfolg will Microsoft nicht länger kampflos dem Mitbewerber überlassen.

Nachdem die dafür gedachte Entwicklung der abgespeckten Variante Windows 10X es nie bis in den Markt geschafft hatte, wagt der Softwarekonzern jetzt mit „Windows 11 SE“ einen neuen Angriffsversuch. Auch wenn Microsoft Berichte nicht bestätigt, wonach das Suffix „SE“ für „School Edition“ stehen soll, bekennt das Unternehmen sich jedoch klar zu dieser Zielgruppe und erklärt: „Windows 11 SE wurde während der Pandemie entworfen und umgesetzt, um den fundamentalen Herausforderungen zu begegnen, vor denen Schulen in einer vermischten Welt des Lernens stehen.“ Im Gegensatz zu den Education-Varianten Standard und Pro handelt es sich dabei um eine Art Basis-Version des neuen Betriebssystems, die ähnlich wie Chrome OS vor allem auf Internet- und Cloud-Anwendungen setzt und besonders einfach zu bedienen sein soll.

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Während sich die normalen Education-Versionen von Windows 11 und Windows 11 Pro vor allem durch den niedrigeren Preis auszeichnen, ist Windows 11 SE auch inhaltlich deutlich abgespeckt
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Im Zentrum stehen Web-Browsing und -Anwendungen sowie die eigenen Office-Produktivlösungen aus Microsoft 365 wie Word, Excel, PowerPoint, OneNote und Teams. Sie sind bei der Anmeldung mit dem Microsoft-Account eienr entsprechenden A1-Lizenz vom Start weg direkt on- und offline verfügbar und synchronisieren sich mit dem Onedrive. Zwar können auch einige andere Windows-Apps wie etwa Zoom oder Chrome genutzt werden, allerdings nicht auf dem gewohnten Weg über den Store, da dieser fehlt. Stattdessen legt der Administrator zentral fest, welche der bereitstehenden Anwendungen installiert werden und zur Verfügung stehen. Weitere Nutzungseinschränkungen von Windows 11 SE betreffen etwa die reduzierten Einstellungsoptionen, schwächeres Multitasking sowie eine reduzierte Darstellung. Anwendungen starten direkt im Vollbildmodus und statt der vielfältigen Snap-Layouts können maximal zwei von ihnen nebeneinander angezeigt werden. Zudem entfallen in der SE-Variante die Widgets.


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  2. Surface Laptop SE ab 249 Dollar

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