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Kein leichtes Geschäft, aber das Bewusstsein steigt

16. Dezember 2020, 15:54 Uhr   |  Stefan Adelmann | Kommentar(e)

Kein leichtes Geschäft, aber das Bewusstsein steigt
© Interconnect

Wulf Vogel, Leiter Systemhaus bei Interconnect

Die Corona-Pandemie verändert auch die Cyber-Security-Landschaft. Mehr Angriffe, neue Risiken – Unternehmen bleiben in vielen Bereichen ungeschützt. ICT CHANNEL hat mit zwei Systemhaus-Managern und Anbieter G Data über die dringlichsten Maßnahmen vor allem bei der Mitarbeiterschulung gesprochen.

Die Corona-Pandemie stellt Unternehmen seit Monaten vor gewaltige Herausforderungen und schafft Verunsicherung bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern: ein gefundenes Fressen für Cyber-Kriminelle. Nicht nur haben sie vor allem in der ersten Jahreshälfte den hohen Informationsbedarf der Bevölkerung mit gezielten Angriffskampagnen und Corona-Bezug ausgenutzt, sondern vor allem auch die sich plötzlich verändernden Anforderungen im Zuge des Wechsels unzähliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice. Schwarz auf weiß lag die Zahl der Cyber-Angriffe im vergangenen März laut dem Bochumer Security-Anbieter G Data 30 Prozent über dem Februarwert, beispielsweise im Gesundheitswesen waren es gar um ein Vielfaches mehr.

Eine Entwicklung, die auch Wulf Vogel vom IT-Dienstleister Interconnect aus Karlsruhe besorgt. »Wir bekommen das täglich mit, im Zuge der Pandemie ist es zu wesentlich mehr Angriffen gekommen.« Christian Weber, Managing Director des vor allem auf IT-Security spezialisierten Dienstleisters Infraforce, bestätigt ebenfalls die Einschätzung seines Karlsruher Branchenkollegen in einem gemeinsamen Gespräch mit ICT CHANNEL, an dem auch Andy Felbinger von G Data teilgenommen hat. Mehr noch, Weber bekräftigt das steigende Risiko und unterstreicht, dass es für das Gros der Unternehmen nach wie vor einen dringenden Handlungsbedarf gebe – jedoch nur wenig passiere. Zwar sei mittlerweile hinlänglich bekannt, dass man etwas tun müsse, und auch grundlegende Security-Lösungen wie Endpoint Security, Firewall und Backup seien in den meisten Fällen im Einsatz. Woran es jedoch hapert, das ist laut Weber die Awareness. »Das Thema wird nach wie vor sehr stiefmütterlich behandelt.« Dabei sei der User doch die größte Sicherheitslücke im Unternehmen.

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