Wie sich Neugründung Fokus MSP schlägt

„Darauf hat der Channel gewartet“

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VAD-Gründung zur richtigen Zeit: Geschäftsführer Stefan Steuer profitiert mit seiner jungen Fokus MSP vom IT-Service-Boom
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„Made in Germany“-Plattformen, bald auch ein Marketplace mit Cloud-Diensten von Microsoft und anderen Herstellern und profitabel „vom ersten Tag an“: Besser hätte es sieben Monate nach der Gründung für den jungen VAD Fokus MSP nicht laufen können. „Es wird noch besser“, wirft Stefan Steuer ein.

VAD-Gründung in der Pandemie, die Mitarbeiter, Herstellerpartner und MSP-Kunden gleichermaßen ins Home-Office zwingen, und dann dieser Satz aus dem Mund eines strahlenden und sichtlich entspannten Stefan Steuer: „Es ist der erfolgreichste Produktstart, den ich je erlebt habe“, sagt der Geschäftsführer von Fokus MSP im Teams-Interview mit ICT CHANNEL. Nun neigen alle jungen Start-up-Gründer zur Euphorie, um dann einige Jahre später auf einer Bühne anderen Gründern zerknirscht zu berichten, warum das nie Gedachte leider doch eingetreten ist. Soviel aber kann man wohl jetzt schon sagen: Dass sich Stefan Steuer mal auf einer Fuckup-Night sein unternehmerisches Scheitern von der Seele reden wird, ist so wenig vorstellbar wie der Abstieg des FC Bayern in die zweite Liga noch in dieser Dekade.

Steuers in diesem April an den Start gegangenes Unternehmen aus Celle muss man aktuell noch in der Regionalliga der Value Added Distribution verorten. Andererseits bespielen die erfahrenen Macher das Feld der Managed Services mit einer Handvoll Herstellern bereits so professionell, dass Steuers Arbeitstag eher zwölf Stunden und mehr hat. „Die Nachfrage ist sehr hoch, konstant über alle sieben Hersteller in unserem Portfolio. Vor allem die RMM-Suite von Riverbird steht hoch im Kurs der Systemhäuser - die meisten Neukunden in kürzester Zeit“, so Steuer. Mit drei Vendoren ging Fokus MSP an den Start,  mittlerweile sind die fünf Mitarbeiter, allesamt distributionserfahrende MSP-Experten, voll ausgelastet.

Fokus-Bereich mit sieben Herstellern
Für die hohe Nachfrage bei RMM, aber auch bei ERP von Systemhaus.One, das Ticketsystem Visoma oder die Maillösung NoSpamProxy führt Steuer auf drei Gründe zurück: MSP achten auf Preise und wollen Kostensicherheit (Flatrate bei Riverbird), sie konsolidieren ihre Systeme und wollen separate Lösungen möglichst in einem Dashbord zentralisieren und sie setzen zunehmend auf deutsche Hersteller mit einem guten Funktionsumfang ihrer Plattformen.

Daher clustert Steuer die sieben Hersteller im „Fokus-Bereich“ unter der Premisse „Made in Germany“. Partner könnten jeweils auf einen dezidierten Experten pro Hersteller beim VAD zurückgreifen, die Wege seien kurz, die Beratungskompoetenz hoch. Weitere Hersteller im Portfolio sollen erst einmal nicht dazukommen. Steuer will keinen „Bumemstrauß an gleichen Produkten“ und so auch interne Portfoliokonflikte vermeiden. 

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