Cloud-Computing

Sun mit weiteren Details zu seiner »Open-Cloud«-Plattform

19. März 2009, 18:31 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)

Den offiziellen Startschuss für sein Cloud-Computing-Angebot »Open Cloud« will Sun Microsystems zwar erst im Sommer geben. Einige technische Details wurden aber bereits jetzt bekannt. Der Service setzt, wenig überraschend, auf den hauseigenen Server- und Storage-Systemen, Open Solaris und MySQL auf.

Dass Sun mit Open Cloud in den Cloud-Computing-Markt einsteigen wird, gab das Unternehmen bereits Ende vergangenen Jahres bekannt. Jetzt lancierte der Hersteller ein paar zusätzliche Informationen über das »Rechenzentrum in der Wolke«. Zunächst spricht Sun mit dem Service allerdings vorrangig Entwickler und kleinere Unternehmen an.

Herzstücke des Angebots sind die Datenbank MySQL, das Betriebssystem Open Solars, Java und Speicherkapazitäten in Form von »Open Storage«.

Damit Anwendungen für Open Cloud fit gemacht werden können, veröffentlichte Sun zudem eine Reihe von Application Programming Interfaces (APIs). Diese »Cloud APIs« werden unter der Creative-Commons-Lizenz bereitgestellt.

Ab Sommer verfügbar

Ab Sommer, genauer wollte Sun das nicht spezifizieren, werden zwei Services angeboten: Der Cloud-Storage-Service und Cloud-Compute-Dienst. Der letztgenannte Service basiert auf der Virtual-Data-Center-Technik (VCD) der belgischen Firma Q-Layer, die Sun im Januar übernahm.

Mit VCD ist möglich, den Aufbau und das Management von Cloud-Computing-Umgebungen weitgehend zu automatisieren. Damit kann ein Anwender beispielsweise einen Web- und einen Proxy-Server in der »Wolke« aufsetzen und zum Laufen bringen.

Der Storage-Dienst wird das Webdav-Protokoll unterstützen, mit dem sich Daten auf Web-Servern speichern und von mehreren Anwendern parallel bearbeiten lassen. Damit zielt Sun auf Anwender, die beispielsweise die Collaboration-Funktionen von Open-Office einsetzen möchten. Der zentrale Datenspeicher kann in diesem Fall ins Web verlagert werden.

Sun will mit seinem Dienst vor allem Geschäftskunden, sprich Firmen, ansprechen. Dadurch möchte sich der Anbieter vor allem von Amazons Cloud-Service S3 abheben. Auch unternehmenskritische Applikationen, etwa das Backup und Restore von Daten, sollen in das virtuelle Rechenzentrum verlagert werden.


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