NordVPN-Studie

Bin ich noch drin?

9. August 2022, 12:55 Uhr | Jörg Schröper | Kommentar(e)
Studie von NordVPN
© NordVPN

Obwohl schätzungsweise 94 Prozent der deutschen Bevölkerung online unterwegs sind, hat eine aktuelle Studie des Cybersicherheitsunternehmens NordVPN ergeben, dass knapp ein Drittel der Deutschen (32 Prozent) sich gerne selbst aus dem Internet löschen würden, wenn sie könnten.

Dies liege daran, dass (46 Prozent der Befragten gaben dies an), dass sie nicht möchten, dass ihr Name im Netz auffindbar ist. 33 Prozent sagten, dass sie sich ausgenutzt fühlen, weil Unternehmen die Daten zu ihrem Vorteil verwenden. Weitere 33 Prozent gaben an, dass sie befürchten, dass jemand ihre Geräte hackt – und 29 Prozent sagten, dass sie dem Internet insgesamt nicht trauen.

In der NordVPN-Umfrage wurden 1.000 Deutsche befragt, dabei gaben vier von zehn Befragten an, dass sie ihre persönlichen Finanzdaten am liebsten aus dem Internet löschen würden. Außerdem wollten sie folgende Informationen gerne über sich löschen:

  • 41 Prozent – unschmeichelhafte Fotos/Videos,
  • 33 Prozent – peinliche Momente,
  • 30 Prozent – alte Dating-/Social-Media-Profile sowie
  • 23 Prozent – bisherige berufliche Laufbahn.

„Sich selbst aus dem Internet zu löschen, klingt erst einmal nach einer guten Idee für diejenigen, die sich Sorgen machen, dass ihre persönlichen Daten in die falschen Hände geraten. Die Frage ist aber, ob es in unserer digitalen Welt überhaupt möglich ist, einen völligen Schlussstrich zu ziehen“, sagte Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN.  Die Studie habe zudem ergeben, dass einige einen praktischeren Ansatz befürworten würden – denn fast die Hälfte (41 Prozent) würde für die Möglichkeit, anonym zu surfen, bezahlen.

Die Studie zeigt, dass 30 Prozent der Deutschen bis zu einhundert Euro, fünf Prozent zwischen 101 und 500 Euro und vier Prozent zwischen 501 und 1.000 Euro zahlen würden, um online anonym zu sein.

Die Umfrage ergab zudem, dass die Sicherheit der persönlichen Daten im Internet der Schlüssel zum Online-Glück ist. 65 Prozent der Deutschen hätten am meisten Angst davor, dass ein Hacker (oder ein böswilliger Dritter) auf ihre Finanzdaten zugreift. Sorgen machen sich die Deutschen auch um ihre Nachrichten und E-Mails (45 Prozent), Social-Media-Konten (38 Prozent), medizinischen Daten (32 Prozent) und Informationen über das Sexualleben (23 Prozent).

„Es gibt Möglichkeiten, zumindest einige Informationen über uns selbst online zu entfernen, aber nur bessere Online-Gewohnheiten können den Menschen helfen, sich im Netz wirklich sicherer zu fühlen. Die Verwendung von stärkeren Passwörtern, vertrauenswürdigen Cybersicherheits-Tools – wie VPN, Antivirus und Passwort-Manager – sowie ein allgemeines Bewusstsein für Bedrohungen helfen, schützenswerte Informationen online zu sichern“, fügte Markuson hinzu.

Die Umfrage wurde von NordVPN in Auftrag gegeben und von dem externen Unternehmen Cint vom 16. bis 24. Mai 2022 durchgeführt. Die Zielgruppe der Umfrage waren Einwohner von Frankreich, Großbritannien, Kanada, Australien, Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Polen, Japan und Südkorea im Alter von über 18 Jahren (national repräsentativ). Die Stichprobe habe man aus inländischen Internetnutzern gezogen. Quoten sind nach Alter, Geschlecht und Wohnort festgelegt. Insgesamt hat man 10.800 Personen befragt, davon 800 Personen aus Spanien und jeweils 1.000 Personen aus den übrigen Ländern.

Zuerst erschienen auf lanline.de.


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