Einige Wochen nach Cyberangriffen

Daten der Uni Duisburg-Essen im Darknet veröffentlicht

17. Januar 2023, 15:20 Uhr | Quelle: dpa / Redaktion: Lukas Steiglechner
Cybersicherheit, Datenleck
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Nachdem die Universität Duisburg-Essen von zwei Cyberangriffen getroffen wurde, sind Daten der Hochschule im Darknet aufgetaucht. Die Universität war nicht auf die Forderungen der Kriminellen eingegangen und hatte kein Lösegeld bezahlt.

Zweimal innerhalb weniger Wochen im November und Dezember 2022 wurde die Universität Duisburg-Essen Opfer von Cyberkriminellen. Jetzt haben die Verantwortlichen Daten im Darknet veröffentlicht, wie die Hochschule am 16. Januar 2023 mitgeteilt hat. Man sei den Forderungen der Angreifer nicht nachgekommen und habe kein Lösegeld gezahlt. Die Universität habe sofort nach Entdeckung des ersten Angriffs Ende November die gesamte IT-Infrastruktur heruntergefahren und vom Netz getrennt. „So gelangte nur ein kleiner Teil der Daten in die Hände der kriminellen Organisation,“ heißt es in der Mitteilung der Universität. Dennoch nehme die Uni deren Veröffentlichung im Darknet sehr ernst.

„Die Universität Duisburg-Essen lässt sich auf ihre digitale Erpressung nicht ein und unterstützt keine Straftaten.“ Dazu raten der Hochschule zufolge auch das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik (BSI). Die Uni betonte zugleich, dass sie dem Datenschutz und dem Schutz persönlicher Daten oberste Priorität einräume. Alle Sicherungsmaßnahmen richteten sich nach den Standards des BSI, die Uni-Experten würden auch von spezialisierten Unternehmen unterstützt. „Dass es den Angreifern dennoch gelang, Daten abzuziehen und Lösegeldforderungen zu stellen, verdeutlicht einmal mehr das hochprofessionelle Vorgehen und die kriminelle Energie der Organisation.“

In Abstimmung mit den Datenschutzbehörden seien alle notwendigen Schritte ergriffen worden, um Auswirkungen der veröffentlichten Daten so gering wie möglich zu halten. Sollten Personen oder Institutionen vom Datendiebstahl betroffen sein, würden diese schnellstmöglich informiert.

Der erste Hackerangriff traf die Hochschule am 27. November und legte die gesamte IT einschließlich Festnetztelefonie lahm. Erst nach und nach konnten von den Experten einige digitale Dienste wieder hergestellt oder ersetzt werden. Die Lehre mit mehr als 40 000 Studierenden war massiv eingeschränkt. Mitte Dezember hatte die Hochschule dann über eine zweite Attacke informiert, die die neu aufgesetzte Behelfsseite „massiv angegriffen“ hatte. Über die sozialen Medien waren Studierende und Lehrpersonal daraufhin aufgefordert worden, ihre Passwörter zu erneuern.

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