Lagebild Cybercrime des BKA

Digitale Kriminalität floriert in der Corona-Krise

30. September 2020, 16:09 Uhr | dpa | Kommentar(e)
Cyberkrimineller Hoodie-Träger
© Gorodenkoff - AdobeStock

Die Cyberkriminalität nimmt deutlich zu. Täter reagieren dabei auch auf aktuelle Entwicklungen - das Coronavirus bietet ihnen neue Möglichkeiten für ihre Machenschaften.

Ob Daten-Klau, betrügerische Fake-Webseiten oder Schadsoftware: Cyberkriminelle haben während der Corona-Pandemie schnell Wege gefunden, die Krise für ihre Zwecke zu nutzen. »Die Corona-Pandemie zeigt einmal mehr, wie flexibel, wie hochdynamisch die Tätergruppierungen agieren«, sagte Martina Link, Vize-Präsidentin des Bundeskriminalamts (BKA), bei der Vorstellung des »Bundeslagebildes Cybercrime 2019« und einer gesonderten Corona-Auswertung am Mittwoch in Wiesbaden.

Für das vorige Jahr registrierte das BKA eine deutliche Zunahme der Fälle von Cyberkriminalität. Die Polizei zählte demnach 2019 entsprechende 100.514 Taten - rund 15 Prozent mehr als noch 2018. Damit sei ein neuer Höchststand erreicht worden. Zur Cyberkriminalität zählen unter anderem Computerbetrug, Hacker-Attacken auf Datennetze oder Datendiebstahl - das BKA spricht von »Cybercrime im engeren Sinne«. Hinzu kommen noch Taten wie »normaler« Betrug, die aber mithilfe des Internets begangen werden.

Ermittelt wurden insgesamt 22.574 mutmaßliche Cyberkriminelle, gut zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die Polizei habe Schäden in Höhe von 88 Millionen Euro registriert - ein Plus von rund 43 Prozent. Der Branchenverband Bitkom schätze den Schaden durch Cyberangriffe sogar um ein Vielfaches höher ein, teilte das BKA mit.

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