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Ausgaben für Sicherheitslösungen steigen

Globaler Cybersicherheitsmarkt wächst

08. Januar 2021, 11:05 Uhr   |  Selina Doulah | Kommentar(e)

Globaler Cybersicherheitsmarkt wächst
© Pixabay

Experten gehen davon aus, dass die globalen Ausgaben für Cybersicherheits-Lösungen bis 2023 auf über 248 Milliarden US-Dollar steigen wird. Im Jahr 2018 waren es noch rund 153 Milliarden US-Dollar.

Laut einer Studie von Markets and Markets wird der globale Cybersicherheitsmarkt von 152,71 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 bis 2023 auf 248,26 Milliarden US-D wachsen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 10,6 Prozent.

Es wird prognostiziert, dass Nordamerika die größte Marktgröße halten wird, da es in dieser Region viele wichtige Akteure und Technologieunternehmen gibt. Auf dem zweiten Platz liegt Europa, gefolgt von Asien.

Einem Bericht von Gartner zufolge haben die Ausgaben für Informationssicherheit im Jahr 2020 128,8 Milliarden US-Dollar erreicht. Abgesehen von den jüngsten Hacks sorgt auch die Coronavirus-Pandemie für eine kurzfristige Nachfrage in Bereichen wie Remote-Worker-Technologie und Cloud-Adoption. Die höchsten Ausgaben wurden für Sicherheitsdienstleistungen getätigt, gefolgt von Infrastrukturschutz und Netzwerksicherheitsausrüstung.

IT-Branche aufgepasst!

Wenige Wochen vor Ende des Jahres 2020 drangen Hacker in die Systeme des Softwareanbieters Solarwinds ein und infizierten direkt die Orion-Software des Unternehmens sowie mehrere lokale, staatliche und bundesstaatliche Behörden in den USA. Auch private Unternehmen wie Microsoft wurden von der Malware befallen.

Aus den von Solarwinds eingereichten SEC-Dokumenten geht hervor, dass rund 18.000 seiner Kunden die trojanisierten Updates seiner Software installiert haben. Dies führte zu einer massiven Suche in den Unternehmensnetzwerken und kontinuierlichen Überprüfungen, um sicherzustellen, dass Malware-Payloads der zweiten Stufe verhindert werden. Microsoft gab an, dass mindestens 40 seiner Kunden diese Version der Solarwinds-Malware installiert haben. 80 Prozent der Opfer stammen aus den Vereinigten Staaten, der Rest aus Großbritannien, Kanada, Spanien, Israel, Belgien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Mexiko.

Darüber hinaus wurde berichtet, dass es zwar mehrere US-Regierungsbehörden gab, die im Jahr 2020 gehackt wurden, der Regierungssektor jedoch nur einen kleinen Teil der Opferliste ausmachte. Der IT-Sektor ist derjenige, der hauptsächlich von dem Solarwind-Hack betroffen war. Tatsächlich handelt es sich bei 44 Prozent der Opfer um Softwarefirmen, IT-Dienstleister und Ausrüstungsanbieter. Ob dieses Problem bereits komplett behoben ist, ist noch nicht bekannt.

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