Was tun bei Hackerangriffen?

Hilfe der Online-Plattformen oft schlecht zu finden

23. Juni 2022, 16:42 Uhr | dpa | Kommentar(e)
Lösegeld bei Ransomware
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Nach einem Hackerangriff sind die eigenen Daten und Zugänge ungeschützt - es muss schnell reagiert werden. Wie steht es um die Hilfsfunktionen bei solchen Fällen auf den großen Plattformen?

Wenn der eigene Online-Account gehackt wird, muss schnell gehandelt werden. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen ist die Suche nach Hilfe bei vielen Internet-Plattformen jedoch unnötig schwer. Anlässlich des Digitaltags am Freitag zum Thema „Account gehackt“ hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen eine Stichprobe aus insgesamt 14 großen Anbietern aus den Bereichen Telekommunikation, Zahlungsmöglichkeiten, Online-Märkte, Social Media und E-Mail-Dienste betrachtet.

Geprüft wurde, wie schnell und einfach es ist, sich Hilfsinformationen im Falle eines Hackerangriffes zu beschaffen. Dabei spielte der Aufwand der Online-Suche mit Stichworten wie „Account gehackt“, „Konto gesperrt“ oder „Hackerangriff“ sowie das telefonische Angebot eine Rolle, wie die Verbraucherzentrale mitteilte. Denn vielen Verbraucherinnen und Verbraucher sei es wichtig, in einem solchen Notfall telefonischen Kontakt aufnehmen zu können.

Einige Plattformen schnitten schlecht bei der Stichprobe ab, die innerhalb der Online-Suche keine oder zu wenige Treffer erzielten oder auch keine ausreichende telefonische Hilfe anboten. Andere glänzten mit einem guten telefonischen Kundenservice und einem übersichtlichen Online-Hilfsangebot. Insgesamt müsse aber noch deutlich nachgebessert werden, so die Verbraucherzentrale. Demnach müssten die Such- und Hilfsangebote funktionaler und die persönliche Unterstützung einfacher gestaltet werden. „Um Betroffene bestmöglich zu unterstützen und vor weiterem Schaden zu bewahren, muss dringend nachgebessert werden“, heißt es in der Mittelung von Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.


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