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HP-Cyber-Security-Studie

Hybrid-Arbeitsplätze führen zu neuer Bedrohungslandschaft

13. September 2021, 13:20 Uhr   |  Jörg Schröper | Kommentar(e)

Hybrid-Arbeitsplätze führen zu neuer Bedrohungslandschaft
© sdecoret | AdobeStock

Zwischen IT-Teams und Mitarbeitern, die im Home-Office arbeiten, herrschen offenbar Spannungen. Grund dafür sind die Herausforderungen, denen sich Security-Verantwortliche gegenübersehen, um die neue Arbeitsrealität abzusichern.

Die Ergebnisse des Rebellions-and-Rejections-Reports unterstreichen laut HP, dass IT-Teams gezwungen sind, Kompromisse bei der Sicherheit zugunsten der Geschäftskontinuität einzugehen – und dies in einer Zeit, in der die Anzahl der Bedrohungen zunimmt. Hinzu komme, dass ihre Versuche, die Sicherheitsmaßnahmen für Remote-Mitarbeiter zu erhöhen oder zu aktualisieren, oft abgelehnt werden. Dies gilt insbesondere für die künftigen Mitarbeiter, den 18- bis 24-Jährigen, den sogenannten Digital Natives. Sie sind zunehmend frustriert, weil Security-Maßnahmen sie dabei behindern, ihre Deadlines zu erfüllen. Das Ergebnis: Sie umgehen die Kontrollen.

Die neue HP-Wolf-Security-Studie kombiniert Daten einer weltweit durchgeführten YouGov-Online-Umfrage unter 8.443 Angestellten, die während der Pandemie auf Home-Office umstiegen, sowie einer globalen Befragung unter 1.100 IT-Entscheidungsträgern (IT Decision Makers, ITDMs) durch Toluna.

76 Prozent der IT-Entscheider geben darin zu, dass die Sicherheit während der Pandemie zugunsten der Geschäftskontinuität in den Hintergrund trat. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (91 Prozent) gab sogar an, dass ihre Security beeinträchtigt wurde, um die Kontinuität der Arbeit zu gewährleisten.

Fast die Hälfte (48 Prozent) der befragten jüngeren Büroangestellten im Alter von 18 bis 24 Jahren betrachteten Sicherheits-Tools sogar als Hindernis. Dies führte dazu, dass fast ein Drittel (31 Prozent) versuchte, die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens zu umgehen, um ihre Arbeit zu erledigen.

48 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass scheinbar strenge Sicherheitsmaßnahmen Zeit verschwenden und die Produktivität reduzieren. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es sogar 64 Prozent.

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der 18- bis 24-Jährigen macht sich mehr Sorgen darüber, Deadlines nicht einhalten zu können, als ihr Unternehmen einer Datenschutzverletzung auszusetzen. 39 Prozent sind sich nicht sicher, was in ihren Sicherheitsrichtlinien steht. Sie wissen außerdem nicht, ob es in ihrem Unternehmen Richtlinien gibt – ein Indikator, dass jüngere Arbeitnehmer zunehmend apathisch agieren.

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2. „Tickende Zeitbombe“

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