Security-Awareness-Trainings

Kein leichtes Geschäft, aber das Bewusstsein steigt

16. Dezember 2020, 15:54 Uhr | Stefan Adelmann | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Immer professioneller

Christian Weber, Managing Partner bei Infraforce
Christian Weber, Managing Partner bei Infraforce
© Infraforce

Eine gefährliche Untätigkeit, während die Gegenspieler ihre Prozesse und Werkzeuge rasant weiterentwickeln. So berichten die Security-Experten, dass beispielsweise Phising-Mails von Tag zu Tag besser und professioneller werden. Sie sind kaum mehr von »echten« Nachrichten zu unterscheiden, die Zeiten von auffälligen Rechtschreibfehlern vorbei. »Phising-Mails sind mittlerweile einfach wahnsinnig gut gemacht«, sagt Felbinger. Vor allem IT-ferne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können so zum leichten Ziel der oftmals individuell ausgerichteten Angriffe werden, wie der Head of Partner Development bei G Data erklärt. Umso wichtiger sei es, im Unternehmen entsprechende Schulungskonzepte zu schaffen und das Thema regelmäßig in den Fokus zu rücken. Unterstützen können dabei vor allem IT-Dienstleister, für die Awareness-Trainings laut Felbinger wiederum ein attraktives Zusatzgeschäft sein können. Noch gelten entsprechende interne Angebote für viele Geschäftsführer laut Weber aber als Luxus, entscheidende Hürde sei dabei, dass nicht jeder Erfolg der Schulungen auch umgehend messbar ist. »Ich würde also nicht von einem leichten Geschäft sprechen, aber das Bewusstsein hierfür ist auf jeden Fall gestiegen«, so Vogel.

Um dennoch zum vertrieblichen Erfolg zu gelangen, raten beide Systemhaus-Experten anderen IT-Dienstleistern dazu, nicht zwangsläufig den Weg über die IT-Abteilung zu gehen. Stattdessen gilt es, direkt mit der Geschäftsführung zu sprechen, Felbinger empfiehlt darüber hinaus, frühestmöglich auch den Betriebsrat und die Personalabteilung mit an Bord zu holen, um das ganze Unternehmen einzubinden.

Nichtsdestotrotz investieren viele Betriebe nur zähneknirschend in Trainings, die Budgets sind nicht zuletzt im Zuge der Corona-Pandemie knapp bemessen, da wird jeder Euro zweimal umgedreht. Und laut Weber fällt die Entscheidung dann oftmals für eine Versicherung, die im Schadenfall greift. Dennoch: »Awareness steht an erster Stelle, wenn Unternehmen gut aufgestellt sein wollen. Oft noch vor anderen technischen Schritten.« Und sowohl für Infraforce als auch für Interconnet ist der Service bereits seit langer Zeit integraler Bestandteil des eigenen Security-Portfolios, der zwar kein Selbstläufer ist, aber dessen Bedeutung für die Kunden gerade in Anbetracht des aktuell steigenden Risikos kaum überschätzt werden kann. »Es ist ein notwendiges Übel, aber vom kleinen bis zum großen Unternehmen – die Anforderung ist überall da«, konstatiert Felbinger von G Data.


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