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Sicherheitsexperten äußern Bedenken

Macher der Luca-App weisen Kritik zurück

30. April 2021, 16:30 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Kontaktverfolgung ohne Kontaktdaten

Die Luca-App, für die unter anderem der Hip-Hop-Sänger Smudo von den »Fantastischen Vier« geworben hatte, kommt in vielen Bundesländern bereits zum Einsatz. Nur Thüringen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen setzen das System nicht landesweit ein. In NRW testen allerdings die Gesundheitsämter in 27 von 53 Landkreisen das System.

Henning widersprach der Behauptung, das Luca-System werde von den Behörden bislang kaum genutzt. Aktuell seien 291 Gesundheitsämter angeschlossen. »Dort wo Leben stattfindet, wird es oft benutzt. Luca ist ein System für die Zeit nach dem Lockdown. Wenn Restaurants wieder öffnen können, Kultur-Event wieder stattfinden und Besuche in Pflegeheimen wieder möglich sind. Vorher kann Luca nur vorbereitend aktiv sein.«

Die Sicherheitsforscher setzten sich in ihrer Erklärung ein, auf die Luca-App zu verzichten und stattdessen »dezentrale, sichere Systeme wie die Corona-Warn-App oder NotifyMe in der Schweiz zur Benachrichtigung von Nutzern« zu verwenden. Bei diesen Anwendungen werden die Nutzerinnen und Nutzer anonym erfasst, nicht mit ihren Kontaktdaten.

Hennig betonte dagegen, die Gesundheitsämter seien auf die konkreten Kontaktdaten angewiesen, um die Infektionsketten effizient zu unterbrechen. »Kein Gesundheitsamt würde sagen, wir benötigen keine Kontaktdaten mehr.« Deswegen verlangten die Infektionsschutzverordnungen aus einem guten Grund die Erfassung der Daten. »Die Bürgerinnen und Bürger akzeptieren das auch, weil sie das Gefühl haben, was Sinnvolles zu tun, sich aktiv an der Bekämpfung der Pandemie zu beteiligen. Sie können dem Gesundheitsamt, nur dann wenn notwendig, Daten zur Verfügung stellen, die helfen, diese Pandemie irgendwann mal ein stückweit in den Griff zu kriegen.«

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