Zunehmende IT-Komplexität

Managed Security Services immer gefragter

Zentrale Sicherheit
© Gorodenkoff - AdobeStock

Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen im Bereich IT-Security und Digitalisierung nimmt laut einer Studie zu. Besonders Managed Services werden künftig mehr und mehr gefragt sein. Für den Channel bieten sich hier nicht nur Chancen, Systemhäuser müssen sogar am Ball bleiben.

Die Digitalisierung der Wirtschaft läuft auf Hochtouren, es wird so stark investiert wie nie zuvor – auch und insbesondere in IT-Security. Und das aus nachvollziehbaren Gründen: Cyberbedrohungen waren noch nie so gravierend, der entsprechende Schutz noch nie so komplex. Einer Umfrage von Statista im Auftrag von Eset zufolge werden 62 Prozent der Unternehmen daher noch in diesem Jahr mehr Geld für ihre IT-Sicherheit ausgeben. Hersteller und Anbieter von IT-Security-Lösungen und -Services können somit weiter profitieren. „Viele Firmen erarbeiteten für die Auswahl neuer Sicherheitslösungen klare Anforderungsprofile. Zudem wollen fast 60 Prozent der Befragten in diesem oder nächstem Jahr externe Expertise in Form von Managed Service Providern ins Haus holen“, ergänzt Peter Neumeier, Channel Sales Director bei Eset Deutschland, die Studienergebnisse. Auch die Marktanalysten von IDC teilen diese Einschätzung. Sie prognostizieren, dass der Markt für Managed Security Services dieses Jahr um zwölf Prozent wachsen und allein in Europa ein Volumen von acht Milliarden Euro erreichen wird.

Der Fachkräftemangel und die Überbelastung vieler IT-Abteilungen würden oftmals zu externer IT-Unterstützung führen: Fast zwei Drittel (62 Prozent) aller Firmen gaben demnach laut der Statista-Umfrage an, bereits mit einem Managed Service Provider zusammenzuarbeiten oder noch dieses Jahr damit zu beginnen, 13 Prozent planen eine MSSP-Zusammenarbeit wiederum innerhalb der nächsten fünf Jahren. Und bereits jetzt vertraue laut der Umfrage jedes vierte Unternehmen den Empfehlungen eines IT-Resellers bei der Auswahl seiner Security-Ausstattung. In der Schweiz (41 Prozent) sowie in Enterprise-Unternehmen (42 Prozent) sei dies sogar noch ausgeprägter. 21 Prozent wollen in der DACH-Region hingegen gänzlich auf Managed Security Services verzichten. „Das Interesse an MSPs ist ein klarer Appell an Fachhändler und Systemhäuser, sich schnellstmöglich mit dem Thema zu beschäftigen und für die Zukunft gerüstet zu sein“, sagt Peter Neumeier. „Aktive Managed Service Provider sollten jetzt mit ihren Partner-Herstellern griffige Konzepte entwickeln.“

Relevante Anbieter

Europäische Security-Lösungen bevorzugt

Peter Neumeier, Kaspersky
„Klarer Appell an Fachhändler und Systemhäuser, sich schnellstmöglich mit dem Thema MSSP zu beschäftigen.“ Peter Neumeier, Channel Sales Director bei Eset Deutschland
© Kaspersky

„Es ist sehr erfreulich, dass Unternehmen die Pandemie genutzt haben, um sich über die eigenen Ansprüche an wirksame IT-Sicherheit klar zu werden“, so Neumeier weiter. Der vielerorts hektische Übergang ins Homeoffice habe zu schnellen, pragmatischen Lösungen geführt – die aber die Sicherheitslevel insbesondere der externen Endpoints vernachlässigt hätten. Es sei laut Eset daher nicht verwunderlich, dass Firmen mittlerweile strukturierter an das Thema Cyber Security herangehen: Bei 72 Prozent der Befragten treffen nun die IT-Verantwortlichen die Entscheidung über Anschaffungen. In Österreich und der Schweiz sind es 82 Prozent. 68 Prozent der Befragten gaben darüber hinaus an, IT-Security-Lösungen künftig möglichst komplett von einem Hersteller beziehen zu wollen.

IT-Security-Lösungen sollten laut der Befragten leicht administrierbar (57 Prozent) und installierbar (48 Prozent) sein und 36 Prozent der Studienteilnehmer bevorzugen Security-Lösungen eines europäischen Herstellers.


  1. Managed Security Services immer gefragter
  2. Den Überblick nicht verlieren
  3. MSSP-Geschäft krempelt den Channel um

Verwandte Artikel

G Data, Eset, acmeo cloud-distribution

G Data 2021

IT-Security

Anbieterkompass