Logpoint forciert MSSP-Geschäft

„Nachfrage nach Managed Services steigt exorbitant“

Alexander Noffz ist neuer Channel Manager bei Log Point
„Große Unternehmen haben entsprechende Ressourcen, um ein SOC stemmen zu können, KMU haben das nicht unbedingt und wollen auch die Verantwortung abgeben.“ Alexander Noffz, Channel-Manager für die DACH-Region bei Logpoint
© Log Point

Logpoint will sein MSSP-Geschäft weiter ausbauen und Unternehmen dabei unterstützen, der sich zuspitzenden Bedrohungslage zu begegnen. Die eigene SIEM-Plattform steht dabei im Fokus. Sie wird durch eine Übernahme technologisch weiter gestärkt.

Aufgrund des exponentiellen Datenwachstums und der drastisch steigenden Bedrohungslage suchen Unternehmen vermehrt Unterstützung durch Managed Security Service Provider (MSSPs). „Der Weg geht klar Richtung Cloud und Managed Services“, sagt Alexander Noffz, Channel-Manager für die DACH-Region beim Security-Hersteller Logpoint, im Gespräch mit ICT CHANNEL. Er betont: „Die Bedrohungslage nimmt so stark zu, dass die Nachfrage nach Managed Services exorbitant steigt.“

Relevante Anbieter

Auf dem Weg zum MSSP

MSSPs können ihre Unternehmenskunden in Hinblick auf dieses zunehmende Risiko in vielen IT-Security-Aspekten unterstützen. „Vor allem ist eine schnelle Reaktion unerlässlich. Die kann der IT-Verantwortliche eines kleinen Unternehmens, der weitere Aufgaben hat, nicht bewältigen“, sagt Noffz. Zudem würde es Kostenvorteile im Vergleich zu internen Security-Spezialisten geben. „Große Unternehmen haben entsprechende Ressourcen, um ein SOC stemmen zu können, kleine und mittlere Unternehmen haben das nicht unbedingt und wollen auch die Verantwortung abgeben“, erklärt der Logpoint-Channel-Manager. Je nach Service-Vertrag ist das bei MSSPs dann auch rund um die Uhr möglich, um etwaigen Ereignissen schnell begegnen und möglichen Schaden abwenden zu können.

Doch noch ist die Zahl der Managed Service Provider hierzulande überschaubar, der Weg für IT-Systemhäuser alles andere als hürdenlos. Daher will der Security-Anbieter Logpoint seine Partner bei dieser Entwicklung unterstützen und das eigene Netzwerk ausbauen – bereits mit Erfolg. Denn einen weiteren Partner kann der Hersteller schon verkünden. Die Cyber Security-Tochter des TÜV Rheinland bietet ab sofort die SIEM-Lösung von Logpoint als Managed Security Service aus seinem SOC an.

SIEM-Lösung für MSSPs

Logpoint-CEO Jesper Zerlang
Logpoint-CEO Jesper Zerlang
© Logpoint

Die multimandantenfähige SIEM-Lösung des Herstellers ist ein wichtiger Baustein der MSSP-Strategie. Sie verfügt über zahlreiche Schnittstellen, lässt sich laut dem Anbieter über viele Bereiche hinweg integrieren und mit Automatisierungs- und Orchestrierungsplattformen verbinden.

Für Partner eröffnen sich hier interessante Möglichkeiten. Darüber hinaus will der Anbieter die SIEM-Lösung über die Übernahme des in Tel Aviv ansässigen Cybersicherheitsunternehmens SecBI erweitern. Die SOAR- und XDR-Plattform von SecBI soll in Logpoint integriert werden und könnte künftig neue Funktionen rund um automatisierte Detection and Response mit sich bringen. „Diese Integration wird Kunden ermöglichen, schnell automatisierte Alarme und Sicherheits-Abhilfemaßnahmen über die vollwertigen SOAR-Kapazitäten einzuführen“, erklärt Jesper Zerlang, CEO von Logpoint.

Die Übernahme wird voraussichtlich bis Ende des dritten Quartals 2021 ab-geschlossen sein. In Anschluss an die Akquisition wird SecBI als Logpoint Israel in die Organisation des Anbieters integriert.


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