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CeBIT Expertendiskussion

Privatrechner als Risikoquellen in Firmen unterschätzt

03. März 2010, 14:29 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

Privatrechner als Risikoquellen in Firmen unterschätzt

Rund 60 Prozent der Unternehmen in Deutschland erlauben ihren Mitarbeitern auch mit privaten Computern zu arbeiten. Die Gefahren für die Sicherheit und rechtliche Risiken würden dabei jedoch zu oft unterschätzt, mahnte jetzt eine Expertenrunde auf der CeBIT.

Der moderne Arbeitsplatz und die benötigten Geräte werden immer mobiler, immer weniger Aufgaben werden nicht von festen Standorten aus erledigt. Das bringt laut einer Umfrage von Gartner inzwischen gut 60 Prozent der Unternehmen in Deutschland dazu, ihren Mitarbeitern auch den Einsatz privater Rechner für die Arbeit zu erlauben. 10 Prozent der Arbeitnehmer geben sogar an, ihr privates Notebook sei gleichzeitig auf fester Basis ihr Arbeitsrechner.

So kostengünstig und effizient diese Praxis sein mag (bis zu 40 Prozent der TCO lassen sich einsparen), so gefährlich kann sie jedoch auch für die Sicherheit der Unternehmensdaten werden. Gerade der Mittelstand unterschätzt diese Problem oft, mahnte deshalb Stefan Noort von der IHK Hannover im Rahmen einer Expertenrunde auf der CeBIT: »Es gibt die Möglichkeiten auch für kleine und mittelständische Unternehmen in diesen Bereichen Vorsorge, rechtlich und organisatorisch, zu treffen. Die Unternehmen müssen dies allerdings auch aktiv angehen, und dazu fehlt oftmals noch das Problembewusstsein als Antriebsfeder.«

Somit darf im Sinne der Unternehmens-Security die Sicherheit der privaten Rechner nicht alleine deren Besitzern übertragen werden. Mit Hilfe der Virtualisierung ist es heute auch leicht möglich, dazu die beiden Systeme und Umgebungen voneinander zu trennen. Ebenfalls helfen klare Richtlinien in Form von Security-Policies, den Wildwuchs im Griff zu behalten. »Richtlinien sind für jedes Unternehmen individuell auszuhandeln. Sie müssen von allen Beteiligten getragen werden. Eine gute Software unterstützt die effiziente Umsetzung dieser Richtlinien.«, empfahl dafür Ralf Benzmüller, Leiter G Data Security Labs.

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