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Uber-Crash mit Roboterwagen

Prozess gegen Testfahrerin

16. September 2020, 11:58 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Prozess gegen Testfahrerin
© Uber

Uber nutzt vor allem umgebaute Volvo-SUVs für seine autonomen Fahrtests

Der erste tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto in den USA hat für die Testfahrerin strafrechtliche Konsequenzen. Die 46 Jahre alte Frau muss sich in einem Strafprozess verantworten.

Eine Grand Jury im südwestlichen US-Bundesstaat Arizona hat einer Anklage gegen die Testfahrerin eines autonom fahrenden Autos wegen fahrlässiger Tötung stattgegeben. Sie habe es versäumt, das Roboterauto zu korrigieren, bevor es den tödlichen Unfall verursachte, lautet der Vorwurf.

Bei dem Unfall im März 2018 hatte ein vom Computer gesteuerter Uber-Testwagen in der Stadt Tempe in Arizona eine 49-jährige Frau getötet, die ein Fahrrad über eine mehrspurige Straße geschoben hatte (CRN berichtete). Die unmittelbare Ursache sieht die Unfallermittlungsbehörde NTSB darin, dass die Fahrerin des Testwagens abgelenkt gewesen sei. Sie schaute sich nach Angaben der Polizei eine TV-Sendung auf ihrem Smartphone an. Wäre sie aufmerksam gewesen, hätte sie wahrscheinlich genügend Zeit gehabt, den Unfall zu verhindern, stellte die NTSB im vergangenen November in einem Bericht fest.

Die Testwagenfahrerin erklärte sich als nicht schuldig. Der Anwalt von Maricopa County widersprach der Frau: »Wenn sich ein Fahrer hinter das Lenkrad eines Autos setzt, hat er die Verantwortung, dieses Fahrzeug sicher und gesetzestreu zu kontrollieren und zu betreiben«, erklärte er. Die Angeklagte wurde bis zum Verhandlungsbeginn am 27. Oktober freigelassen, muss aber eine elektronische Fußfessel tragen.

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