Neuer Threat Report von Eset

Russland ist Ransomware-Ziel Nummer eins

8. Juni 2022, 10:12 Uhr | Wilhelm Greiner | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Emotet ist zurück

Eine weitere zentrale Entwicklung: Die „Malware as a Service“-Infrastruktur Emotet, um die es zwischenzeitlich ruhig geworden war, meldet sich zurück. Laut Jake Moore hat allein Emotet letztes Jahr einen Anstieg von 37 Prozent bei den E-Mail-basierten Bedrohungen verursacht. Zur Abwehr des bei Kriminellen beliebten Vorgehens, Microsoft-Office-Dokumente für Angriffe zu nutzen, hat Microsoft inzwischen die Ausführung von VBA-Skripten per Default deaktiviert. Dennoch sollten Endanwender laut Malcho wachsam bleiben: „Die Leute müssen wirklich vorsichtig sein und darauf achten, wo die Links hinführen“, sagte der Eset-Fachmann. „Es ist ein Katz- und Mausspiel.“

Als neues Geschäftsfeld hat die Cybercrime-Szene Kryptowährungen für sich entdeckt: Eset beobachtete laut Moore einen Anstieg entsprechender Bedrohungen um 29 Prozent. Der Hintergrund: Aus Angst, lukrative Anlagemöglichkeiten zu verpassen, befasse sich nun eine technisch wenig erfahrene Nutzergruppe mit Kryptowährungen – und dies angesichts von Credential-Diebstählen, die insbesondere für Laien schwer zu erkennen sind. Ein Tipp von Eset-Seite: Man sollte für die Geschäfte mit Bitcoin & Co. ein dediziertes Endgerät nutzen, nicht das für alles Mögliche verwendete Smartphone.

Ein positiver Trend: Erstmals nach mehr als zwei Jahren gingen laut dem Eset-Report die Angriffsversuche auf RDP-Verbindungen stark zurück, sogar um fast die Hälfte. Als mögliche Gründe für den Rückgang nennen die Eset-Forscher den Rückgang von Remote Work in vielen Unternehmen nach dem Ende der Corona-Einschränkungen sowie verbesserte Sicherheitsmaßnahmen.

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CEO Richard Marko beschrieb in seiner Keynote den künftigen Eset-Campus in leuchtenden Farben.
CEO Richard Marko beschrieb in seiner Keynote den künftigen Eset-Campus in leuchtenden Farben.
© Eset

CEO Marko gab zum Schluss seiner Keynote einen Ausblick auf den künftigen Eset-Campus im bewalteten Umland von Bratislava. Der Standort soll ebenso einladend wie klimafreundlich ausgelegt sein: Eset überlege, wie man hier Strom aus Sonnenkraft, Geothermie, einem nahegelegenen See sowie aus Windkraft nutzen kann. Markos Ziel: „Ob im Winter oder im Sommer, die Menschen können hier zusammenkommen und ihr volles Potenzial nutzen, um die Grenzen des Know-hows, der Wissenschaft und der Technologie zu erweitern.“ Eine schöne Zukunftsvision – sofern nicht ein Nachbar mit Panzern, Atomraketen und einer Armee von Cyberkriminellen einen Strich durch die Rechnung macht.

Zuerst erschienen auf lanline.de.


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