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Probleme bei Gesundheit und Sicherheit

Schattenseiten im Homeoffice

15. April 2021, 15:18 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Schattenseiten im Homeoffice
© famveldman - AdobeStock

Das Homeoffice hat viele Vorteile, aber es gibt auch Schattenseiten: Laut einer neuen Umfrage machen schlechte Arbeitsplätze vielen Heimarbeitern gesundheitlich schwer zu schaffen. Für Unternehmen steigen gleichzeitig die Sicherheitsprobleme.

Die Corona-Krise hat dem Homeoffice einen gewaltigen Aufschwung beschert: Doch der Boom hat auch Schattenseiten. Jeder dritte Homeoffice-Nutzer klagt einer aktuellen Umfrage zufolge über gesundheitliche Probleme wegen eines nicht-ergonomischen Arbeitsplatzes daheim. Gleichzeitig macht sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) darüber Sorgen, dass viele Unternehmen die mit dem Homeoffice gestiegenen Risiken von Cyberangriffen vernachlässigen.

Thema Gesundheit: In einer Erhebung des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag des Stuttgarter Prüfkonzerns Dekra gaben 36 Prozent der befragten Heimarbeiter an, dass bei ihnen aufgrund eines »mangelhaften, nicht-ergonomischen Arbeitsplatzes« Verspannungen sowie Rücken- oder Kopfschmerzen aufgetreten seien. Frauen sind demnach davon etwas häufiger betroffen als Männer. Nach einer Erhebung der Krankenkasse DAK-Gesundheit aus dem Februar ist im Corona-Jahr 2020 bundesweit die Zahl der Krankheitstage von Arbeitnehmern wegen Rückenschmerzen deutlich gestiegen.

Rund 34 Prozent der Befragten bemängelten in der Forsa-Umfrage darüber hinaus eine fehlende oder unzulängliche Arbeitsausstattung, zum Beispiel einen zu kleinen Bildschirm oder instabiles Internet. 32 Prozent stellten laut Erhebung bei sich längere Arbeitszeiten oder Arbeitsphasen zu für sie untypischen Zeiten fest - etwa am Abend oder am Wochenende.

Digitalexperten macht dagegen vor allem Sorge, dass viele Unternehmen in Deutschland die mit der Ausweitung des Homeoffice verbundenen Cyberrisiken vernachlässigen. In der Pandemie wechselten allein Deutschland nach Angaben des Digitalverbandes Bitkom 12 Millionen Berufstätige ins Homeoffice.

Das Arbeiten im Homeoffice stelle für die Cyber-Sicherheit der Unternehmen aber eine besondere Herausforderung dar, betonte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Donnerstag. Denn zusätzlich zu den IT-Lösungen im Unternehmen müssten auch die Systeme im Homeoffice und die Verbindungen zwischen ihnen geschützt werden.

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2. Erhöhter Schutzbedarf wird ignoriert

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