Schwerpunkte

Cloudbasierte Lösungen im Fokus

Sophos läutet das Ende der klassischen Endpoint Protection ein

11. August 2020, 16:30 Uhr   |  Daniel Dubsky | Kommentar(e)

Sophos läutet das Ende der klassischen Endpoint Protection ein
© CRN

Sven Janssen, Director Channel Sales DACH bei Sophos

Mit höheren Discounts will Sophos seine Partner zum Verkauf zentral gemanagter Produkte animieren. Was wie die klassische Endpoint Protection nicht über »Sophos Central« verwaltet wird, wird dementsprechend unattraktiver – und soll 2023 dann aus dem Portfolio verschwinden.

Sophos hat einige Anpassungen an seinem vor einem Jahr gestarteten Partnerprogramm vorgenommen. Am weitreichendsten ist sicher die Unterscheidung in Core-Produkte und Non-Core-Produkte, die sich in unterschiedlich hohen Discounts niederschlägt. Zu den Core-Produkten, deren Verkauf der Hersteller durch höhere Nachlässe deutlich stärker als bisher belohnt, zählen alle Lösungen, die sich über das zentrale Management »Sophos Central« verwalten lassen. Neben »Intercept X« für Endpoints und Server sind das unter anderem die »XG«- und »SG«-Firewalls sowie neue Dienste wie »Managed Threat Response« oder »Cloud Optix«.

Weniger attraktiv ist damit künftig der Verkauf der klassischen »Endpoint Protection« und »Endpoint Protection Advanced« sowie älterer Lösungen wie »Pure Message«, »Cyberoam«, »Safeguard Enterprise« und einiger »Remote Ethernet Devices«. Sie gelten nun als Non-Core-Produkte und sollen bei Kunden in den kommenden Monaten und Jahren durch Core-Produkte abgelöst werden. Die Uhr tickt: 2023 werden sie ihren »End of Life«-Status erreicht haben und aus dem Sophos-Portfolio verschwinden.

Höherwertige Security

Zwar hat insbesondere die Endpoint Protection noch viele Nutzer, doch ganz so dramatisch ist der Schritt von Sophos eigentlich nicht. Der Hersteller schafft lediglich einen Anreiz für seine Partner, sich im Verkauf stärker auf die moderneren Lösungen mit cloudbasiertem Management zu konzentrieren. »Es gibt für alle auslaufenden Lösungen einen Migrationspfad«, beruhigt Sven Janssen, Director Channel Sales DACH, »und die Kunden haben auch drei Jahre Zeit für den Umstieg. Wer noch ein Renewal will, kann das haben.«

Mit der Maßnahme will Sophos seine Kunden nicht nur in die Cloud-Welt bringen, sondern ihnen auch ein höheres Schutzniveau bieten. Es gehe darum, dass »nicht weiter der gute alte Antivirus verkauft wird«, bei dem ohnehin »fraglich ist, ob er in drei Jahren noch eine Rolle spielt«, sondern höherwertige Lösungen und Services. Wie etwa die Lösungen mit Endpoint Detection & Response und der »Managed Threat Response«-Service. Die wurden Janssen zufolge in den vergangenen Monaten sowohl von den Partnern überraschend schnell angenommen als auch von den Kunden – neben Enterprise-Unternehmen auch vielen Mittelständlern, denen die Ressourcen für eine fortschrittliche Bedrohungsanalyse und Bedrohungsabwehr in Eigenregie oft fehlen. »Unsere Partner haben sehr gut verstanden, dass EDR und MTR ein guter Ansatz sind, eigene Services zu ergänzen oder aufzuwerten«, sagt Janssen.

Seite 1 von 2

1. Sophos läutet das Ende der klassischen Endpoint Protection ein
2. Leichterer Aufstieg im Partnerprogramm

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

Sophos

IT-Security

Partnerprogramm