Schwerpunkte

IT der Düsseldorfer Uniklinik

Von Notfallversorgung abgeschnitten

14. September 2020, 10:15 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Von Notfallversorgung abgeschnitten

Die Düsseldorfer Uniklinik kämpft noch immer mit den Folgen eines mutmaßlichen Hackerangriffs. Wenigstens telefonisch ist das siebtgrößte Klinikum in NRW wieder erreichbar.

Nach einem IT-Ausfall am vergangenen Donnerstag dürfen Krankenwagen die Düsseldorfer Uniklinik noch immer nicht ansteuern. »Wir sind weiterhin abgemeldet von der Notfallversorgung«, sagte ein Kliniksprecher am Montagmorgen. Geplante Operationen werden auf später verschoben oder an andere Einrichtungen vermittelt - betroffene Patienten sollen sich bei den zuständigen Abteilungen der Düsseldorfer Uniklinik melden, um das weitere Vorgehen zu erfragen.

Das IT-System des Klinikums war am Donnerstag ausgefallen. Lediglich die Telefonanlage ist inzwischen wieder in Betrieb. Ermittler gehen Hinweisen nach, dass es einen Hackerangriff gegeben haben könnte. Diue Hinweisew darauf verdichten sich.


Am Universitätsklinikum Düsseldorf werden jährlich mehr als 50.000 Patienten stationär versorgt und etwa 300.000 Patienten im Jahr ambulant behandelt. Gemessen an der Bettenzahl ist es das siebtgrößte Klinikum in NRW. Große Krankenhäuser werden zur sogenannten kritischen Infrastruktur gezählt, die es besonders vor Cyber-Angriffen zu schützen gilt. Für sie gibt es branchenspezifische Sicherheitsstandards. In Nordrhein-Westfalen waren das Lukaskrankenhaus im benachbarten Neuss und das Forschungszentrum Jülich sowie mehrere Unternehmen in der Vergangenheit Ziele von Hackerangriffen.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

dpa

IT-Security

Mobile Security