Digital Workplace, Nachhaltigkeit

Acer sieht sich gerüstet für Nach-Corona-Zeit

10. Mai 2022, 12:00 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Robert Perenz
Robert Perenz, Geschäftsführer von Acer Deutschland, rechnet auch in diesem Jahr noch mit Knappheit bei Schlüsselkomponenten
© Acer

Acers Geschäft mit Notebooks und Peripherie hat in den letzten beiden Jahren enorm profitiert. Trotz anhaltender Lieferengpässe ist Acers Deutschland-Chef Robert Perenz optimistisch, dass Trends wie Digital Workplace, der „DigitalPakt Schule“ und Nachhaltigkeit weiter für Nachfrage sorgen.

Bei Acer brummt seit Beginn der Corona-Einschränkungen das Geschäft mit Notebooks und Monitoren. Nach dem ohnehin schon starken Geschäftsjahr 2020 mit Wachstumsraten je nach Produktbereich von bis zu 30 Prozent konnte laut Acers Deutschland-Chef Robert Perenz auch 2021 ein zweistelliges Umsatzplus erzielt werden. Wie im PC-Gesamtmarkt waren die Verkaufszahlen von Notebooks zwar leicht rückläufig, dank gestiegener Preise konnte der Hersteller aber ein Umsatzwachstum von 20 bis 30 Prozent über beide Pandemiejahre erzielen, so Perenz im Gespräch mit ICT CHANNEL. Und auch das Geschäft mit Monitoren sei im vergangenen Jahr erneut zweistellig gewachsen. Hier war das Wachstum im Consumer-Markt 2020 laut Perenz „richtig krass“, aber auch 2021 erneut zweistellig. 24 und 27 Zoll seien im B2B immer noch dominant, der Trend gehe allerdings zu Größen über 30 Zoll und weg von den untersten Low-Budget-Geräten, bei Unternehmen, aber auch im Public Sector. Perenz sieht vor allem USB-C als starken Treiber, gerade im Enterprise-Geschäft, denn „viele Firmen machen sich Gedanken über die Post-Corona-Zeit und gerade in großen Organisationen spielen Shared-Desk-Umgebungen eine wichtige Rolle“, so der Geschäftsführer. 

Natürlich war aber auch der taiwanische Hersteller von Lieferproblemen und Engpässen betroffen. Alle Transportwege seien zum Jahresende dicht gewesen, berichtet Perenz. Das Problem seien aber weniger die Intel- oder AMD-CPUs. „Einfache Halbleiter haben uns das Leben schwer gemacht.“ Die stecken mittlerweile eben in jeder Menge smarter Devices, sodass nicht nur die hohe PC-Nachfrage hier für Engpässe sorgte. „Die Trägheit bei der Warenbeschaffung wird uns sicher noch im ersten Halbjahr 2022 beschäftigen“, so Perenz. Aber aktuell seien die Bestände im Channel höher als vor einem Jahr.

Chromebooks auf Wachstumskurs

Geräte für Homeoffice und Gaming waren auch 2021 gefragt und vor allem Chromebooks hatten laut Gerit Günther, Head of Sales B2B, eine starke Performance. „B2B Enterprise nimmt zu, weil die Cloud-Akzeptanz im Channel gewachsen ist.“ Bei Startups sei das schon länger so. Mittlerweile steige aber auch die Akzeptanz in konservativen Märkten wie dem Automotive-Bereich. Nur im Education-Umfeld seien Chromebooks derzeit noch kein Thema. Massiven Zuwachs gebe es dagegen bei Higher Education, Unis und private Schooling.

Education ist laut Günther auch bei Acer nach wie vor ein starker Wachstumstreiber. Hier bieten sich für die rund 150 Edu-Partner des Herstellers noch lange gute Geschäftschancen. „Dieser Markt ist gekommen, um zu bleiben“, so Günther. Er rechnet mit regelmäßigem Ersatzbedarf. Schon jetzt sehe man die ersten Replacements. Nicht nur, weil viele Schulen zunächst Tablets gekauft hätten, die sich dann als ungeeignet erwiesen und durch Notebooks ersetzt werden mussten. Auch ausgediente Geräte müssten künftig regelmäßig erneuert werden. 

Nachhaltig und grün

Ein Wachstumsbereich ist zudem auch bei Acer das Thema Nachhaltigkeit. Der Hersteller setzt nicht nur verstärkt auf nachhaltige Produkte und Verpackung. Letztes Jahr wurde auch das erste nachhaltige Notebook vorgestellt. Ein zweites Modell soll bald folgen und dann auch Monitore und PCs. Bei Ausschreibungen sei das gerade im öffentlichen Sektor schon seit Jahren wichtig, meint Günther: „Ohne CSR-Report kann man da schon länger kein Geschäft mehr machen.“ Auch einige Acer-Partner hätten sich auf das Thema schon fokussiert.


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