Refurbishing im Öffentlichen Sektor

AfB gewinnt größten Beschaffer des Bundes als Partner

18. Januar 2023, 14:10 Uhr | Lukas Steiglechner
AfB, Digitalgipfel
Von links nach rechts: Sören Bergner, Unterabteilungsleiter der Abteilung Digitale Gesellschaft; Ruth Brand, Präsidentin des Beschaffungsamts des Bundesinnenministeriums; Daniel Büchle, Geschäftsführer von AfB; Raik Ruhmer, Referent Arbeitsgruppe DG I 5
© AfB

Das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums ist eine Partnerschaft mit dem Refurbisher AfB eingegangen. AfB kann die dadurch erhaltenen Geräte für die Weitervermarktung aufbereiten und die Behörden können ihre Nachhaltigkeitsbilanz verbessern.

Der Refurbisher AfB social & green IT, nach eigener Aussage das größte gemeinnützige IT-Unternehmen Europas, hat einen Rahmenvertrag mit dem Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums geschlossen, dem größten zivilen Beschaffer des Bundes. Mit diesem IT-Partner erhält AfB die Möglichkeit, IT-Geräte aus deutschen Bundesbehörden, Stiftungen des Bundes sowie international tätigen Organisationen für sein Refurbishing-Programm zu erhalten.

„Es ist eine besondere Ehre, dass das Beschaffungsamt uns vertraut und auf uns setzt“, freut sich AfB-Geschäftsführer Daniel Büchle über die Rahmenvereinbarung. „Gerade bei Bundesbehörden hat das Thema Datensicherheit bei allen Belangen wie Transport, Lagerung und Bearbeitung sowie Datenvernichtung allerhöchste Priorität. Dass wir nun eine so zentrale Stelle im Bund überzeugen konnten, ist eine Würdigung unserer Arbeit und eine große Verantwortung, die wir sehr gern und gewissenhaft übernehmen.“

Bei den Geräten, die AfB künftig über diese Partnerschaft erhält, handelt es sich unter anderem um Notebooks, PCs, Smartphones und Tablets. AfB bereitet diese nach zertifizierter Datenlöschung auf, um sie anschließend als refurbished IT wieder zu vermarkten. Zielgruppen sind dabei Privatpersonen, gemeinnützige Organisationen und Bildungseinrichtungen.

AfB vertreibt die wiederaufbereiteten Geräte über einen eigenen Onlineshop sowie in sieben Ladengeschäften. Dabei verfügt die Hardware über aktuelle Betriebssysteme wie Windows 10 oder Windows 11. „Da unser Ziel ist, die Geräte möglichst langfristig nutzbar zu machen, statten wir sie, wenn nötig auch mit höherwertigen Komponenten aus, damit sie mit den neuesten Betriebssystemen laufen“, sagt Daniel Büchle. „Es handelt sich dabei um hochwertige und langlebige Firmen-IT, die in puncto Verarbeitung, Qualität und Langlebigkeit gängigen Consumer-Geräten aus Elektrofachmärkten haushoch überlegen ist.“

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Refurbished IT – ökologisch und sozial

Mit dem Weg über einen Refurbisher können Partner ihre Ökobilanz verbessern. Denn Hardwareprodukte erhalten so einen weiteren Lebenszyklus, was wiederum den Bedarf an Neugeräten senkt. Das schont Ressourcen und verringert den CO2-Ausstoß. Laut einer Studie der Klimaschutzorganisation Myclimate soll AfB genaue Daten zur sozialen und ökologischen Wirkung erheben, die das Unternehmen durch die Zweitnutzung der Hardware erzielt.

Im Jahr 2021 bearbeitete AfB mehr als 450.000 IT- und Mobilgeräte, von denen fast zwei Drittel wiedervermarktet werden konnte. Die eingesparten Ressourcen beinhalten:

  • 130.300 Megawattstunden Primärenergie
  • 33.900 Tonnen CO2
  • 20.600 Tonnen Rohstoffe (Metalle und Mineralien)
  • 242 Millionen Liter Wasser

Die Partnerschaft mit AfB trägt dazu bei, dass die Bundesbehörden ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Denn AfB kann ihnen jährlich mit einer offiziellen Wirkungsurkunde differenzierte Nachweise über eingesparte Ressourcen geben. Die Urkunden können die Behörden wiederum für ihre ESG-Berichterstattung einsetzen.


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