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Neue Generation mit ARM-CPUs

Apple sortiert den iMac Pro aus

08. März 2021, 11:06 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

Apple sortiert den iMac Pro aus
© Apple

Überraschend kurzfristig hat Apple das Ende des iMac Pro angekündigt. Allerdings gibt es einige Anzeichen, dass es schon bald einen Nachfolger auf Basis leistungsstarker Apple Silicon ARM-CPUs geben könnte.

Ende vergangene Woche hat Apple einigermaßen überraschend angekündigt, seinen iMac Pro auslaufen zu lassen. Und zwar quasi mit sofortiger Wirkung. Die Produktion ist demnach bereits beendet und es werden nur noch die vorhandenen Restbestände verkauft. Im eigenen Store des Herstellers gibt es derzeit schon nur noch die im Herbst eingeführte Standard-Konfiguration mit 10-Kern-CPU für 5.499 Euro, ohne weitere Anpassungsmöglichkeiten. Auch wenn sich Apple nicht weiter dazu einlässt, gilt es jedoch als unwahrscheinlich, dass Apple den iMac Pro damit komplett begräbt. Zwar bedient er als eine Art All-in-One-Pendant zum Mac Pro nur eine eng begrenzte Zielgruppe im High-End-Segment, ist in dieser aber stark vertreten und außerdem sehr gewinnträchtig. Viel wahrscheinlicher ist deshalb, dass Apple der 2017 gestarteten Familie eine grundlegende Erneuerung angedeihen lässt.

Schon vor einem Jahr berichtete der für seine meist akkuraten Informationen bekannte Analyst Ming-Chi Kuo, dass Apple an einer neuen Generation des iMac Pro arbeite. Deren größte und spannendste Veränderung dürfte dann ein Apple-Silicon-Prozessor auf ARM-Basis sein. Hier ist davon auszugehen, dass es sich um eine deutlich potentere Version als den M1 aus dem Macbook Pro handeln wird, muss er doch immerhin einen Intel Xeon W beerben und sich bei anspruchsvollen Nutzern und Anwendungen in der Spitzenklasse beweisen. Insiderberichten zufolge soll Apple dafür an entsprechenden CPUs mit 16 bis 32 High-Performance-Kernen arbeiten, denen für einfache Standard-Tasks noch 4 sparsame Energieeffizienz-Kerne zur Seite stehen. Damit fühlt sich Apple offenbar bereit, den nächsten Schritt mit seiner ARM-Plattform zu gehen und sie nach Macbook Pr (13 Zoll), Macbook Air und Mac Mini auch in Workstations einzusetzen.

Das Display des neuen iMac Pro soll laut Kuos Quellen etwas größer als die aktuellen 21,5 Zoll werden und auf die neue mini-LED-Technologie setzen. Die würde Apple, zusammen mit der besseren Effizienz und geringeren Wärmeerzeugung der ARM-Plattform, eine noch geringere Bautiefe ermöglichen. Optisch sollen die neuen iMac-Pro-Modelle das kantigere industrielle Design des Pro Display XDR aufgreifen. Ursprünglich war der neue iMac Pro frühestens zwischen Sommer und Herbst erwartet worden, angesichts der Abkündigung der aktuellen Generation könnte er nun aber auch schon etwas eher erscheinen.

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