VAD beruft Sean J. Kerins zum CEO

Arrow setzt auf personelle Kontinuität

5. Mai 2022, 11:08 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
Arrow
Seit rund 15 Jahren bei Arrow und nun als CEO an der Spitze: Sean J. Kerins
© Arrow

Arrow Electronics setzt bei seiner Nachfolgeplanung auf Langfristigkeit: Sean J. Kerins soll das VAD-Schwergewicht in die Zukunft führen. Dass man dabei bisweilen Achterbahn fährt, hat der Manager in den Corona-Jahren erfahren.

Sean J. Kerins wird neuer Präsident und CEO von Arrow Electronics. Er übernimmt den Posten von Michael J. Long, der in das Board of Directors wechselt. Seit 2007 ist Kerins beim VAD, 2014 übernahm er die globale Leitung des Geschäftsbereichs Enterprise Computing Solutions, seit 2020 fungiert er als COO beim Value Added Distributor mit einem Umsatz von 34 Milliarden US-Dollar.

Der Ingenieur mit dem Abschluss des Master of Business Administration der Kellog School of Management der Northwestern University war zehn Jahre bei EMC und besetzte Führungspositionen bei  Coopers & Lybrand Consulting sowie bei General Motors.

Kerins fühle sich „geehrt, dieses Unternehmen in die Zukunft zu führen“. Seine Ziele sind für ein börsennotiertes Unternehmen wenig überraschend: „Profitables Wachstum und Wertschöpfung für unsere Aktionäre, Hersteller, Kunden und Mitarbeiter zu erzielen.“ Von Kerins Führungsqualitäten und seiner „langjährige Erfolgsbilanz“ ist man bei Arrow überzeugt. Dennoch folgte die Nachbesetzung für Long einem „tiefgehenden, mehrjährigen Nachfolgeprozess“, verrät sein Nachfolger. „Talent- und Nachfolgemanagement sind von entscheidender Bedeutung für unsere Strategie“, beteuert Michael J. Long. Das alles lässt sich freilich planen, im Gegensatz zu so unberechenbaren wie folgenreichen Umständen, wie sie in den beiden letzten Jahren die Corona-Pandemie auch über Arrow gebracht hat und noch immer bringt.

Arrows Achterbahn an der Börse
Kerins musste beim Ausbruch der Pandemie zu Jahresbeginn 2020 zusehen, wie der Aktienkurs des VADs in den Keller sauste. Mitte März brachen die Papiere von Arrow an der Wallstreet ein und notierten unter 50 US-Dollar. Corona erschütterte die Börse freilich allgemein. Es brauchte indes nur wenige Monate, bis der Kapitalmarkt die IT-Branche und mit ihr die „Value“-Distribution als Gewinner der Pandemie begriff. Nicht nur die Papiere von Zoom & Co schossen durch die Decke. Auch der VAD Arrow profitierte schließlich vom Boom nach Clients, Security und Infrastruktur für Remote-Arbeitsplätze. Das Jahresende 2020 schloss die Arrow-Aktie bei knapp 97 Dollar, ein Jahr später schon bei fast 135 Dollar.  

Ein Blick in die Bilanz zeigt, warum die Börse nach anfänglichen Bedenken die Arrow-Aktie zwischenzeitlich auf ein Allzeithoch katapultierte: Der VAD hat 2021 den Umsatz um 20 Prozent auf 34,5 Milliarden Dollar gesteigert, während sich der Nettogewinn von 1,1 Milliarden fast verdoppelte. Wie nachhaltig der neue CEO Kerins diese Rekordzahlen wird halten und toppen können, ist eine spannende Frage.


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