Virtual Desktop in der Praxis

Bechtle bringt Followfood in die Azure-Cloud

31. Oktober 2022, 12:46 Uhr | Martin Fryba
Followfood
Mit Followfood haben Jürg Knoll und Harri Butsch eine "Bewegung" für gesunde und ökologische Ernährung losgetreten. Dazu gehört auch eine moderne IT-Infrastruktur wie Virtual Desktop.
© Followfood

Cloud-only macht eigene Server und Services überflüssig. Aus hohen Fixkosten werden nutzerbasierte Entgelte, die Unternehmens-IT wächst mit. Bechtle migriert IT von Konzern in die Microsoft-Cloud, modernisiert aber auch die IT von Mittelständlern wie Followfood.

Der Nachhaltigkeitspionier Followfood hieß 2007 zunächst Followfish. Diese erste nachhaltige Fischmarke aus Deutschland erfand einen Tracking-Code, der die Kundschaft mehr über Fanggebiet und Herkunft, Herstellung und ökologischen Impact des Produktes in der Packung erfahren lässt. Das kam so gut an, dass aus der Fisch-  schließlich eine Lebensmittelmarke mit breit diversifiziertem Angebot wurde. Der Markenname Followfood wurde auf Ganzheitlichkeit ausgerichtet und sollte, so die Gründer, die Vision einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Lebensmittelproduktion umfassend widerspiegeln.

Weit über zwei Millionen Haushalte schätzen das Angebot mit über neunzig verschiedenen, Tiefkühl-, Konserven- und Frische-Produkten. Das Unternehmensziel, zur Regeneration des Planeten beizutragen, schließt ein, selbst alle klima- und umweltschädlichen Technologien und Prozesse weitestgehend zu vermeiden oder zu verringern. Das soll  von der  vorbildlichen Produkten wie von Hand geangeltem Thunfisch, dem Verzicht auf sogenannte Flugware, klimafreundlichen Verpackungen, einem klaren Nein zur Vermarktung von Fleischprodukten bis hin zur Anti-Flugreise-Policy im Unternehmen gelten. Ein eigener Elektro-Fuhrpark sowie Bürobetrieb mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien unterstreichen die Ökoambitionen von Followfood.

Und schließlich sollte auch eine neue, auf Nachhaltigkeit basierende zukunftsfähige IT-Infrastruktur geschaffen werden. Der Cloud-only-Ansatz, gepaar mit Managed Services von Bechtle überzeugte das Management – technologisch. Aber auch der ökologische Ansatz, auf den Deutschlands größtes Systemhaus seit einigen Jahren setzt, überzeugt viele Kunden, die sich ebenfalls dem Klimaschutz und einer auf Nachhaltigkeit basierenden Ökonomie verpflichtet fühlen.

Virtual Desktop gegen den Wildwuchs
Das Interesse der Kunden an Followfood steige von Tag zu Tag und der Erfolg bringe stetige Expansion mit sich, erläuert das Unternehmen. Die IT habe sich ich seit Gründung weiterentwickelt – allerdings eher in einem „geordneten Wildwuchs“. Es gab keine einheitliche IT-Infrastruktur, keine festgelegte Speicherstruktur und kaum geregelte Voraussetzungen für Remote-Work. Bis im vergangenen Jahr ein neuer IT-Leiter antrat, um die Infrastruktur neu aufzusetzen. Johann Matis vertritt die Überzeugung: „Wenn schon neu, dann zukunftssicher und nachhaltig!“ und entschied sich für Bechtle als IT-Partner. „Weil Bechtle alle zukunftsfähigen, erfolgsentscheidenden Technologien versteht und kompetent erklären kann“, sagt Matis.

Mit dem Motto der Zukunftssicherheit ging Followfood im April 2021 in einen Azure-Enablement-Workshop mit Bechtle. Vorgegebene Ziele waren: ein konsequenter Cloud-only-Ansatz – ohne Server vor Ort, ohne multiple Datenspeicherorte. Stattdessen einfache und managebare Backup- oder Firewall-Lösungen. Im Assessment erarbeitete Followfood gemeinsam mit den Experten von Bechtle ein „Cloud-Journey-Konzept“ auf Grundlage von Microsoft-Technologien. Definiert wurde volle Flexibilität von modernen Arbeitsplätzen mit dem maximalen Praxisnutzen bei zentralem Management. Hier führten alle Gedankenwege recht zügig zu einem Ziel: Azure Virtual Desktop. Die neue Cloud-Umgebung wurde ganzheitlich von Bechtle konzipiert und implementiert. „Getoppt“ vom zentralen Management der Umgebung mit zugebuchten Managed Services von Bechtle.

Bechtle wiederum nutzte dieses Projekt, um einmal mehr seine Kompetenzen mit  vollständig gemanagten Cloud-Umgebungen zu demonstrieren: Man sei nicht nur als IT-Dienstleister für Konzernkunden unterwegs, sondern dezidiert auch für den deutschen Mittelstand. Followfood zeige als gutes Beispiel, wie aus einem Start-up binnen weniger Jahre ein umsatzstarkes, nachhaltig wachsendes Unternehmen werden könne. Vorteil: Ein skalierungsfähiges Cloud-System schaffe eine zukunftsfähige IT, die mit dem Erfolg eines Unternehems wie Followfood stetig mitwachse.

Projektanlauf: Von Null auf 100
Zunächst hat Bechtle alle Mitarbeitenden mit mobilen, hochflexiblen Microsoft Surface-Geräten ausgestattet, die sowohl im Homeoffice wie auch vor Ort in der Firma genutzt werden können. Schließlich braucht es dank der Azure-Virtual-Desktop-Infrastruktur lediglich ein Endgerät und eine Internetleitung, um produktiv zu arbeiten, egal von wo aus.

Die flexible Cloud-IT unterstützt den schnellen Ausbau der Geschäftsaktivitäten: Followfood eröffnet aktuell einen neuen Standort in Hamburg, bezieht dort aber auch bundesweit und international immer mehr Nutzer in die Systeme mit ein. Ging es im ersten Deployment-Schritt noch um knapp 70 User, wird nun zeitnah die 100er-Marke überschritten.

Und der straffe Plan kann ungebrochen, ohne Warte- oder neue Implementierungszeiten beibehalten werden. Der Modern Workplace auf Basis von Windows Virtual Desktop mit Microsoft 365 als Plattform im Hintergrund bietet die besten Voraussetzungen für Wachstum und ein nicht mehr örtlich gebundenes, flexibles Arbeiten.

„Die Aufgabe, mit einem weitsichtigen Kunden wie Followfood eine individuelle Cloud-Journey herauszuarbeiten, sich gemeinsam strategische Lösungen vorzustellen und anhand konkreter Anwendungsszenarien zu validieren, war eine erfolgreiche Erfahrung für uns. Wir sind stolz, das Potenzial dieses mittelständischen deutschen Unternehmens mitskalieren zu dürfen“, so Falk Pfitzer, Azure Solution Spezialist bei Bechtle.

Nutzerbasierte Abrechnung – geringe Fixkosten
„Followfood gehört zu den Ersten, die einen derart konsequenten Cloud-only-Ansatz – ohne hybrides Sicherheitsnetz – realisieren, weshalb wir die Umgebung auf Herz und Nieren getestet haben, bevor die Systeme vollständig auf Azure umgestellt wurden,“ sagt der Projektmanager. Nach der Liveschaltung ging die neue Desktop-Umgebung wie geplant in den Managed-Service-Betrieb durch Bechtle über. Kostenseitig bedeutet das für Followfood, dass die Lizenzgebühren für den modernen Arbeitsplatz zuzüglich der laufenden Azure-Kosten nutzungsbasiert anfallen und keine hohen Fixkosten verursachen. „Schließlich geht es nicht nur darum, dass eine flexible Umgebung zu ihren Nutzer:innen kommt, sondern auch darum,  dass sie fortlaufend aktualisiert und sicher bereitgestellt wird. Für uns ergibt sich aus der IT-Migration eine maximal vereinfachte Infrastruktur bei größtmöglicher Freiheit für jeden unserer User. Wir müssen uns um nichts kümmern, dank der Bechtle Managed Services ist alles dabei, was wir brauchen”, so IT-Leiter Johann Matis von Followfood. 


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