HP erobert die Spitzenposition

Business-PCs beleben das Geschäft

28. Oktober 2021, 9:58 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
Desktop-PC
© Noe Romano - AdobeStock

Nach dem Ende der Lockdowns wächst die Nachfrage nach PCs im EMEA-Raum weiter, wenn auch mit einigen Verschiebungen. Während die Kunden zurückhaltender in neue Hardware investieren, öffnen die Unternehmen ihre Portemonnaies. Damit sind auch Desktops plötzlich wieder gefragt.

Entgegen manchen Befürchtungen haben das Ende der Lockdowns und die Lockerungen im öffentlichen Leben bisher keinen nennenswerten negativen Einfluss auf den PC-Markt, der nach langem Darben in der Krise wieder frischen Schwung gewonnen hat. Gleiches gilt auch für Nachschubprobleme bei Chips und anderen Komponenten. IDC zufolge sind die Absatzzahlen im EMEA-Raum im dritten Quartal gegenüber dem ebenfalls schon starken Vorjahr nochmals um 12,7 Prozent gewachsen. Insgesamt wurden 24,4 Millionen Desktops, Notebooks und Workstations verkauft. In Westeuropa war das Wachstum mit 15,8 Prozent sogar noch etwas stärker als in den östlichen Gebieten und Afrika.

Allerdings sind es immer weniger die Konsumenten, die sich mit neuen Geräten ausstatten. Aufgrund der veränderten Pandemie-Situation ist der Beschaffungsdruck hier spürbar gesunken. Das führte in Westeuropa erstmals seit dem Beginn der Pandemie zu einem leichten Rückgang der Verkäufe um 0,2 Prozent, der Desktops wie Notebooks nahezu gleichermaßen traf. Dennoch lag der Absatz mit 6,6 Millionen ausgelieferten Geräten weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau und die Analysten sehen weiterhin einen Trend von der bisherigen Ausstattung mit einem Gerät pro Haushalt zu einem Gerät pro Person.

Gleichzeitig war damit jedoch vielerorts die zumindest teilweise Rückkehr in die Büros verbunden, wodurch sich der Beschaffungsdruck in den Business-Bereich verlagert hat. Dadurch lag das Absatz-Plus im B2B-Bereich bei 30,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bringt auch eine Veränderung bei den Produktkategorien mit sich. Erstmals seit sechs Quartalen wurden in Westeuropa wieder mehr Desktops verkauft. Und zwar sogar so viele, dass der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 41,6 Prozent höher war als bei Notebooks, bei denen die Nachfrage um 25,8 Prozent zunahm. Das zeigt zwar einerseits, dass viele Arbeitgeber sich auf hybride Arbeitsmodelle einstellen, aber eben doch nicht alle. Hinzu kommt, dass der Notebook-Bereich etwas stärker unter den Lieferschwierigkeiten bei Komponenten und Geräten leidet.


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