HP erobert die Spitzenposition

Business-PCs beleben das Geschäft

28. Oktober 2021, 9:58 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)

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HP überholt Lenovo

Noch ausgeprägter als in Westeuropa war der Aufschwung im Business-Geschäft in den ehemaligen Ostblockstaaten (CEE) zu beobachten. Während der Absatz im Unternehmensbereich hier um 18 Prozent zulegte, kauften die Konsumenten mehr als 10 Prozent weniger Geräte. In der größeren MEA-Region gab es zudem einen Sondereffekt durch zwei außergewöhnliche Abschlüsse im Education-Bereich mit fast 400.000 ausgelieferten Geräten.

Diese Verschiebung bei den Kundengruppen wirkt sich auch auf die Hersteller aus. Hatten die fünf größten Anbieter im zweiten Quartal noch über 80 Prozent der Verkäufe für sich verbuchen können, sank dieser Anteil aufgrund der Schwäche der eher auf Consumer orientierten Marken jetzt auf rund 77 Prozent. Als klassischer Unternehmens-Lieferant profitierte HP Inc. Stark von der wachsenden Nachfrage der professionellen Kunden. Dank 28,1 Prozent mehr verkauften Business-PCs als im Vorjahr stieg der Absatz insgesamt um 15 Prozent auf über 6,1 Millionen PCs. Damit konnte HP einen Marktanteil von 24,9 Prozent verbuchen und Lenovo (incl. Fujitsu) vom Spitzenplatz verdrängen. Der chinesische Hersteller steigerte seine Verkäufe insgesamt um 13 Prozent auf 5,6 Millionen Geräte, wobei Desktops (+17,3 Prozent) ebenfalls etwas stärker zulegen konnten als Notebooks (+10,6 Prozent).

Noch besser lief das Geschäft bei Dell. Hier verzeichneten die Analysten einen Absatzsprung um 43,3 Prozent und 3,3 Millionen Abverkäufe. Während Dell dabei sogar 54,2 Prozent mehr PCs an Unternehmen verkaufen konnte, sanken die Absatzzahlen bei den Privatkunden um 12,8 Prozent. Deutlich härter traf der Umschwung die bei Consumern beliebten Hersteller Asus und Acer auf den Plätzen Vier und Fünf, deren Verkäufe mit 0,6 und 2,7 Prozent weit unterdurchschnittlich zulegten und jeweils bei rund 2 Millionen abgesetzten Geräten lagen. Immerhin konnte Asus im Endkunden-Bereich sogar leicht zulegen und 3,4 Prozent mehr Geräte verkaufen.


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