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Google wertet mobile Alleskönner weiter auf

Chromebooks: die verkannte Alternative

13. Mai 2019, 12:40 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Chrome OS für Unternehmen und Entwickler

Mit topaktuellen Prozessoren und Chrome Enterprise taugen die Geräte auch für den Businesseinsatz
© Acer

Mit topaktuellen Prozessoren und Chrome Enterprise taugen die Geräte auch für den Businesseinsatz

Den offensichtlichsten Sprung haben die Chromebooks hinsichtlich der Leistung gemacht. Waren sie zu Anfang noch eine Art inoffizieller Nachfolger der günstigen und ultrakompakten aber dafür auch leistungsschwachen Netbooks, bieten sie inzwischen durch die Bank ausreichend Reserven um klassische Aufgabenstellungen des Arbeitsalltags von Internet- bis Office-Anwendungen spielend zu meistern. Die Palette wurde zudem so nach oben hin ausgeweitet, dass es inzwischen durchaus auch Chromebooks gibt, die beispielsweise von Intels aktuellen Core-i5-Mobilprozessoren angetrieben werden und schon in der Standard-Konfiguration acht GByte RAM und ordentliche SSDs als Hauptspeicher mitbringen. Damit sind sie zu einer ernsthaften Konkurrenz für Mittelklasse-Notebooks herangewachsen.

Doch damit nicht genug, auch der Business-Bereich ist heute erklärtes Jagdgebiet der Chromebooks. Die softwareseitige Basis dafür hat Google schon vor zwei Jahren gelegt, indem mit Chrome Enterprise eine eigene Profi-Variante des Betriebssystems geschaffen wurde, die den speziellen Bedürfnissen des Unternehmenseinsatzes Rechnung trägt. Sie unterstützt beispielsweise die Integration mit vorhandenen Active-Directory-Infrastrukturen on-premises, cloud-basierte Management- und Verwaltungstools, Remote-Desktops und Anwendungsvirtualisierung. Neben Google selbst haben fast alle großen Hersteller wie Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo und Samsung seither sogar explizit für den Unternehmenseinsatz gedachte Chromebooks im Programm.

Geschickt nutzt Google mit Chrome OS auch die starken Verbindungen zur Open-Source-Welt. Als ersten Schritt in diese Richtung hat Google sein eigenes mobiles Betriebssystem Android samt Apps und der zugehörigen Entwicklungsumgebung Android Studio integriert. Als nächster Schritt ist jetzt Linux an der Reihe. Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O hat Google angekündigt, dass Chromebooks künftig auch Linux-Anwendungen voll unterstützen sollen, inklusive des Teilens von Dateien und Verzeichnissen. Vielleicht, so Googles Hoffnung, schaffen es die potenten Minis dann auch irgendwann in Europa Fuß zu fassen.

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