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Data-Center-Konzept

Cisco will mit »Unified Computing« das Rechenzentrum revolutionieren

17. März 2009, 12:57 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Cisco will mit »Unified Computing« das Rechenzentrum revolutionieren

Die Komponenten von Ciscos Unified-Computing-System: Die Basis bilden Fabric-Interconnect-Switches und Blade-Server.

Um 20 bis 30 Prozent niedrigere Kosten verspricht Cisco Anwendern, die auf das »Unified-Computing«-Konzept des Netzwerkherstellers setzen. Das Kernstück des Ansatzes ist die Kombination von Blade-Servern, 10-Gigabit-Ethernet, Virtualisierungsfunktionen und Schnittstellen zu Storage-Geräten.

Ein UCS-5100-Blade-Server-Chassis kann bis zu acht Server-Blades aufnehmen.
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Ein UCS-5100-Blade-Server-Chassis kann bis zu acht Server-Blades aufnehmen.

Ob Cisco nun mit »Unified Computing« das Rechenzentrum völlig neu definiert hat, wie das Firmenchef John Chambers bei der Präsentation des Konzepts gestern sagte, sei dahin gestellt. Mit dem »Unified Computing System« (UCS) stellt der weltweit größte Hersteller von Netzwerkausrüstung einen Ansatz vor, der mit dem Wildwuchs von Systemen und Technologien im Data-Center Schluss machen soll.

Nach Angaben von Cisco lassen sich durch die Zusammenfassung von Servern, Netzwerkkomponenten, Schnittstellen zu Storage-Area-Networks und Speichersystemen alleine bei den Anschaffungskosten rund 20 bis 30 Prozent sparen.

Die Basis von Unified Computing sind »Fabric-Interconnect-Switches« der Reihe USCS 6100. Sie unterstützten 10-Gigabit-Ethernet und lassen sich mit Modulen für Fibre-Channel (FC) ausrüsten. Cisco bietet zwei Switches an: einen mit 20 Ports (eine Höheneinheit) und einen mit 40 Ports (2 HE).

Über die Switches kann ein Unified-Computing-System die Verbindung zu Storage-Geräten herstellen, und zwar über Ethernet- und FC-Verbindungen, Fibre Channel over Ethernet (FCoE) oder iSCSI.

Blade-Server mit »Xeon«-Prozessoren

Die wohl wichtigste Ankündigung im Rahmen von Unified Computing betrifft jedoch ein Chassis und dazu passende Einschübe für Blade-Server. Damit steigt Cisco in den Server-Markt ein, was allerdings den führenden Blade-Server-Anbietern IBM und Hewlett-Packard nicht gefallen dürfte.

Das UCS-5100-Series-Blade-Server-Chassis (6 HE) fasst bis zu acht Server-Blades und zwei Fabric-Extender. Das Gehäuse bietet Platz für bis zu 40 Server. Die UCS-2100-Fabric-Extender sind Schnittstellenkarten mit bis zu vier 10-GBit/s-Interfaces. Sie verbinden die Blades mit dem Fabric-Interconnect.

Zur Wahl stehen zwei UCS-B-Series-Blades, beide auf Basis von »Xeon«-Prozessoren von Intel. Bei den CPUs handelt es sich um die Server-Versionen der Core-i7-Modelle, die Intel Ende März offiziell vorstellen wird. Neben einem Modell mit vier CPUs bietet Cisco eines mit acht Prozessoren an.

Fünftes Element des UCS-Produktportfolios sind Netzwerkadapter im Mezzanine-Formfaktor. Sie sind laut Cisco speziell für Anwendungen im Bereich Virtualisierung optimiert.

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1. Cisco will mit »Unified Computing« das Rechenzentrum revolutionieren
2. Steuerung über UCS-Manager

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