Einmal Acondistec-Komsa und zurück

Comeback einer China-Expertin zum VAD

11. Oktober 2021, 13:00 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
CRN
Tanja Link kehrt von Komsa zurück zu ihrem vormaligen Arbeitgebeber Acondistec
© ICT CHANNEL

Tanja Link kehrt zurück zum VAD Acondistec. Dort will die Kennerin von chinesischen Konzernen das „Riesenpotenzial“ ausschöpfen, das sie an ihrer vormaligen Wirkungsstätte zuletzt wohl gebremst hatte.

IT-Distribution bei einem hochspezialisierten mittelständischen und Inhaber geführten VAD ist eben nicht gleichzusetzen mit von Managern geführten Distributionsriesen, zumal wenn einer wie Komsa seine Wurzeln bis heute in der TK-Distribution hat. Das hat Tanja Link in den letzten 18 Monaten erfahren. Sie ist freilich gegenüber der Presse Profi genug, um kein schlechtes Wort über die „eineinhalb bedeutsamen Jahre“ bei Komsa zu verlieren. Wieder einmal ist ihr aber klar geworden, was sie ohnehin schon seit zehn Jahren weiß: man brauche Flexibilität, um mit chinesischen IT Herstellern erfolgreich ein Channelgeschäft aufzuziehen. Was wohl impliziert, dass ihr jene nötigen Spielräume bei Komsas Huawei-Distribution nicht ohne weiteres zur Verfügung standen.

Daher nun der Weg wieder zurück zu Acondistec. Seit diesem Monat ist Tanja Link Partner Account Direktor bei Acondistec an neuer alter Wirkungsstätte - quasi zum 10. Jährigen beim VAD, wenn man die letzten eineinhalb Jahre bei Komsa miteinberechnet.  „Heute vor 10 Jahren startete ich mit meinen alten und neuen Geschäftsführern Hagen Benkel und Ümit Subas die Vision Huawei Enterprise plus“, blickt Link zurück und zugleich vorwärts auf „ein großes Team mit Experten, das nötige Know-how und den Mut, die nächsten Schritte anzupacken“.

Portfolio ausgebaut
Die „alte“ Acondistec unter Gründer und Chef Subas hat ihre Nische in der Distribution chinesischer Hersteller seither ausgebaut – und nicht nur um Hersteller aus dem Reich der Mitte. Der politische Druck auf Acondistecs wichtigsten Hersteller Huawei dürfte auch so manches IT-Infrastruktur-Projekt hierzulande verhindert haben, weil sich der ein oder andere Kunde durch die Berichterstattung verunsichert gefühlt hat. Daher waren die Aufnahmen weiterer Hersteller ins Portfolio von Acondistec - Inspur für Server und zuletzt Aishu, Bigdata-Spezialist aus China, sowie US-Serverhersteller Supermicro – wichtige Maßnahmen, um zu diversifizieren und Partnern sowie deren Kunden Alternativen bieten zu können.

Link kann also wie gewohnt alten und neuen Hersteller aus China mit der gebotenen Flexibilität begegnen, die Reseller von ihrem VAD erwarten. Spezifisch „chinesische Befindlichkeiten“ zu moderieren, dafür dürfte Acondistec-Chef  Subas seiner alten und neuen  Distributionsmanagerin freie Hand lassen.

Ex-Kollege bei Bigdata-Spezialist Aishu
Und noch eine berufliche Connection, die nach ihrem Wechsel zu Komsa recht schnell abgebrochen war (privat freilich blieb sie immer bestehen, wenn auch in Pandemiezeiten nur über soziale Netzwerke), kann Link jetzt wiederbeleben: zu ihrem Ex-Kollegen Claas Hansen.

Hansen folgte im April 2020 seiner Kollegin Link zu Komsa, schied dort aber im September bereits wieder aus, um im darauffolgenden März als Direktor für das Business Development bei Aishu anzuheuern. Nun sind VAD-Managerin und Hersteller-Manager  wieder vereint, um das „Riesenpotenzial auszuschöpfen“, das Tanja Link im Aufbau eines Channels hierzulande für chinesische Hersteller sieht. Und nicht nur für sie.

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

Verwandte Artikel

Acondistec, Komsa, Huawei

Netzwerk-Infrastruktur

Hyper-Converged Infrastructures

Matchmaker+