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Unterhaltungselektronik schrumpft

Consumer-Electronics in der Flaute

27. August 2020, 11:55 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Consumer-Electronics in der Flaute
© Gorodenkoff - AdobeStock

Obwohl die Menschen in Deutschland in der Corona-Krise viel mehr Zeit als sonst zu Hause verbringen, rüsten sie die Eletronikausstattung im Wohnzimmer nicht übermäßig auf. Der Bitkom-Verband sieht das Warten auf technische Innovationen als einen Grund für die Flaute.

Die Branche der klassischen Unterhaltungselektronik in Deutschland kann sich nicht gegen den Abwärtstrend stemmen. Der Umsatz im Consumer-Electronics-Markt werde voraussichtlich in diesem Jahr um sieben Prozent auf 8,2 Milliarden Euro zurückgehen, teilte der Branchenverband Bitkom am Donnerstag in Berlin mit. Die Jahre zuvor verzeichnete die Branche ein Minus von 5,6 Prozent (2019) beziehungsweise 6,6 Prozent (2018).

Den Löwenanteil des Umsatzes (40 Prozent) machen die Händler weiterhin mit TV-Geräten. Hier wird nach den Bitkom-Berechnungen der Umsatz in diesem Jahr voraussichtlich um 11,9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro sinken. Händler und Hersteller haben hier zwei Probleme: Zum einen sinkt der Durchschnittspreis von 600 auf 548 Euro. Außerdem werden weniger Fernseher verkauft (minus 8 Prozent). »Der Markt für klassische Unterhaltungselektronik schrumpft seit mehreren Jahren«, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. »Dieser Rückgang setzt sich während der Corona-Krise unvermindert fort.«

Besser als bei den Fernsehern sieht es bei den Spielekonsolen aus. Hier erwartet der Verband einen Jahresumsatz von 515 Millionen Euro, 7,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Vergleichsweise stabil ist das Segment der Smartphones. Hier prognostiziert der Bitkom einen Umsatz von 10,6 Milliarden Euro für das Jahr 2020, das ist ein leichter Rückgang um 0,9 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2019. Die Anzahl der verkauften Geräte geht demnach leicht auf 19,7 Millionen Smartphones zurück (2019: 21,9 Millionen). Dafür steigen aber die durchschnittlichen Stückpreise um gut 10 Prozent. In diesem Jahr geben Kunden demnach beim Smartphone-Kauf im Schnitt 539 Euro aus. »Der Trend geht ganz klar zu hochwertigen Geräten«, sagte Berg. Das Smartphone sei für viele Verbraucher zum bei weitem wichtigsten Endgerät geworden. »Und das lassen sie sich gerne etwas mehr kosten.«

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