Infrastruktur, Software und Services

Context prognostiziert IT-Distribution weiter steigende Umsätze

24. November 2022, 7:56 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
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Die starke Nachfrage nach Infrastruktur, Software und Services wird der IT-Distribution bis ins kommende Jahr steigende Umsätze bescheren. Zu dieser Prognose kommen die Marktforscher von Context. Aber nicht für alle Produktbereiche sind die Aussichten so erfreulich.

Das Marktforschungsunternehmen Context sieht 2022 als weiteres wachstumsstarkes Jahr für den IT-Channel. Danach werden die europäischen IT-Distributoren dieses Jahr ihre Umsätze um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern können – ausgenommen sei allerdings der Bereich Telekommunikation.

Das würde auch eine Steigerung gegenüber dem Anfang 2021 prognostizierten Wachstum von 3,2 Prozent bedeuten. Die Analysten halten die Steigerung umso bedeutsamer nach zwei Jahren mit hohem Wachstum während der Pandemie und einer düstere BIP-Prognose des IWF, der kürzlich das globale Wachstum für 2022 von 4,4 Prozent auf 3,2 Prozent nach unten korrigiert hatte.

Für das vierte Quartal 2022 prognostiziert Context ein Wachstum von 5,8 Prozent (ohne Telekommunikation), für die Folgequartale allerdings eine Abschwächung wegen der Rezession und zurückgehender Auftragsbestände.

Die Prognosen für 2022 basieren auf erstarkenden Geschäften in den Bereichen Infrastruktur, Software und Dienstleistungen, die von der Unternehmensnachfrage in den Bereichen Server, Netzwerke und Speicher angetrieben werden. Die Probleme in der Lieferkette, die sich vor allem auf Netzwerk- und Serverkomponenten auswirkten, haben sich im dritten Quartal entspannt, obwohl es bei einigen Netzwerkprodukten immer noch lange Lieferzeiten gibt.

„Hybride Arbeitstrends werden die Nachfrage nach Hardware weiter ankurbeln. Wachstum kommt aber auch aus der IT-Infrastruktur und den staatlichen Investitionen in das Gesundheits- und Bildungswesen, die durch den „NextGenerationEU“-Covid-Hilfsfonds unterstützt werden", sagte Adam Simon, Global MD bei Context. „Auf der anderen Seite hat sich die Verbrauchernachfrage aufgrund steigender Lebenshaltungskosten, wirtschaftlicher Unsicherheit und dem Schreckgespenst einer Rezession abgeschwächt - und wird dies auch bis ins Jahr 2023 tun."


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  2. Rechenzentren sind Wachstumstreiber

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