Infrastruktur, Software und Services

Context prognostiziert IT-Distribution weiter steigende Umsätze

24. November 2022, 7:56 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Rechenzentren sind Wachstumstreiber

Für das Schlussquartal 2022 und darüber hinaus sind die Context-Vorhersagen für die sechs Schlüsselsektoren jedoch recht unterschiedlich:

Bei PCs erwartet Context aufgrund des sinkenden Verbrauchervertrauens eine weiter gedämpfte Nachfrage. Die Inflation werde zudem die Preise weiter in die Höhe treiben. Auch die Unternehmen dürften nur vorsichtig investieren und große, staatlich geförderte Bildungsprojekte seien auch nicht in Sicht.

Die Nachfrage nach Displays werde einerseits durch einen anhaltenden Rückgang der Consumer-Nachfrage und andererseits durch eine steigende Unternehmensnachfrage für Büroumrüstungen stark beeinflusst werden. Eine Rückkehr zu Massen-Live-Events dürfte laut Context auch dem Markt für LFDs helfen.

Der Absatz von Drucker-Hardware stehe auch weiter unter dem Einfluss der geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheit und die hohe Inflation, untergrabe das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen. KMUs werden laut Context hier für den Rest des Jahres 2022 die Hauptantriebskraft sein. Bei Drucker-Hardware bleibe aber auch die Lieferkette angespannt.

Im Aufwind ist laut Context der Infrastrukturbereich: „Rechenzentren werden in den nächsten Monaten das größte Wachstum aller Sektoren verzeichnen. Große Chancen wird es auch bei Sicherheitssoftware und -dienstleistungen geben", so die Vorhersage. Infrastruktursoftware bleibt laut Context weiter eine solide Einnahmequelle für Distributoren, die über die dafür benötigten Skills und Ausrichtung verfügen.

Der Absatz von Enterprise-Storage und -Servern soll sich dank des Abbaus von Serverrückständen und der verbesserten Komponentenverfügbarkeit sowie der anhaltend starken Unternehmensnachfrage nach Speicherlösungen gut entwickeln - trotz des Wegfalls des großen russischen Marktes.

Auch der Umsatz mit Enterprise-Network gehört zu den Gewinnern, nachdem die Lieferengpässe sich entspannen, insbesondere im Bereich Enterprise Switching. Hybrides Arbeiten und die digitale Transformation sorgen laut Context ebenfalls für Nachfrage. Sinkende Preise, rückläufige Umsätze und die vergleichsweise guten Vorjahreszahlen werden aber dafür sorgen, dass das Wachstum im Jahresvergleich nicht durch die Decke geht.


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