TPM und Refurbishing

„Engpässe werden den Markt noch eine längere Zeit bestimmen“

3. März 2022, 11:11 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
Stefan Müller – Director of Service International der Technogroup IT-Service GmbH
© Technogroup IT-Service GmbH/Annika List

Mit der Verbindung aus Third-Party Maintenance und gebrauchter Hardware bringt Technogroup IT-Service mehr Nachhaltigkeit ins Rechenzentrum. Stefan Müller, Director of Service International, rechnet aufgrund der Verknappungen und neuen Umweltschutz-Vorgaben mit einer deutlich wachsenden Nachfrage.

ICT CHANNEL: Herr Müller, wie gut hat die Technogroup rückblickend die Herausforderungen der vergangenen Monate gemeistert und in welchen Bereichen waren diese besonders deutlich zu spüren?
Stefan Müller: Natürlich mussten und müssen wir unsere Abläufe an die Gegebenheiten der Pandemie und die gesetzlichen Rahmenbedingungen anpassen. Das ist uns durch ein planvolles Vorgehen schnell und gut gelungen. Viele Mitarbeiter konnten ohne Verzögerung ihre Arbeit aus dem Homeoffice fortsetzen. Wo dies nicht möglich war, zum Beispiel in unserem Repair Center, Logistik oder im technischen Außendienst, konnten wir unter Einhaltung entsprechender Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Kunden unseren Service stets in gewohnter Qualität erbringen.
Eine Herausforderung stellte im ersten Jahr der Pandemie der grenzüberschreitende Personen- und Warenverkehr dar. Hier galt es, sich flexibel und schnell auf die Vorgaben der jeweiligen Länder einzustellen. Ein großer Vorteil war, dass wir weniger stark als andere Vertreter der IT-Branche auf Lieferungen von Elektronikkomponenten aus dem Ausland angewiesen sind. Die zum Teil erheblichen Störungen der Lieferketten, die wir in den vergangenen Monaten erlebt haben, hatten und haben auf unseren Service keine Auswirkungen, da wir als Anbieter von Third-Party Maintenance (TPM) zum großen Teil auf refurbished Hardware setzen, die bereits im Markt vorhanden ist.

ICT CHANNEL: Welchen Einfluss haben die Hardware-Lieferengpässe auf das Geschäft und welche anderen Trends beobachten Sie aktuell?
Müller: Die Lieferengpässe bei Neuware rücken refurbished Hardware für viele Unternehmen in den Fokus. Neue Hardware hat zum Teil bis zu einem halben Jahr Lieferzeit. So lange können und wollen viele IT-Leiter nicht warten und entschieden sich für die sofort verfügbare Alternative. Diese Engpässe werden den Markt noch eine längere Zeit bestimmen. Zudem weist refurbished Hardware weitere Vorteile auf, wie beispielsweise der günstigere Preis, die aus einem momentanen Schub bei der Nachfrage einen Trend generieren werden.
Die steigende Digitalisierung der Arbeitswelt ist ein Trend, der durch die Pandemie verstärkt wurde. Mit unserem Service und dem Einsatz von refurbished Hardware-Komponenten ermöglichen wir den reibungslosen Betrieb von Rechenzentren, was eine Grundbedingung von Digitalisierung ist. Ein Bereich, der durch die veränderte Arbeitswelt an Bedeutung gewonnen hat, ist die Netzwerktechnik. Diese spielt eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Anwendungen, Prozessen und Services. Wir verhelfen unseren Kunden zu einem verlässlichen und sehr sicheren Zugriff auf ihre Daten.
Durch die Gegebenheiten der Pandemie wurden aber auch andere Geschäftsbereiche gestärkt, wie zum Beispiel Userhelpdesk und Clientsupport. Aber auch das Thema Security steht mehr denn je im Fokus der Unternehmen. Durch unsere Partnerschaft mit den Herstellern CISCO und PALO ALTO sind wir hier sehr gut und zukunftsorientiert aufgestellt.

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